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Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus

Residenzplatz 9
5020 Salzburg
0043662 843182
0043662 844110-33
Allgemein
Programm 2010
Film
Advent in Salzburg

26. November - 12. Dezember 2010


Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus
Rund 200 Mitwirkende vor und hinter der Bühne des Großen Festspielhauses sorgen Jahr für Jahr dafür, dass das Salzburger Adventsingen zu dem wird, wofür es berühmt ist: eine besinnliche, unvergessliche Veranstaltung, die aus dem Salzburger Kalender der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist. An die 36.000 Besucher aus dem In- und Ausland kommen jährlich während der Adventszeit nach Salzburg, um das weltberühmte Original hautnah mitzuerleben.

Geschichte des Salzburger Adventsingens
Tobi Reiser war Musikant, Sänger und Heimatpfleger, der im Dezember 1946 erstmals Freunde und Bekannte zu einem gemeinsamen adventlichen Singen und Musizieren versammelte. An die 40 Zuhörer haben sich in den ungeheizten Räumen zusammengefunden, um den Liedern und Weisen zu lauschen.
Der Zuhörerkreis wurde rasch größer. 1950 fand die erste offizielle Veranstaltung im Kaisersaal der Residenz statt, im Jahr 1952 übersiedelte das Adventsingen in die Aula Academica der Universität. Auch der berühmte Salzburger Dichter Karl Heinrich Waggerl begeisterte über die Jahre hinweg mit heiter-besinnlichen Lesungen das Publikum.
Die in ihrer Art wohl einmalige, von salzburgischen und bayrischen Musikanten, Sängern und Schauspielern getragene Veranstaltung faszinierte mehr und mehr Besucher. 1960 wurde der Sprung ins Große Festspielhaus gewagt. Spätestens seit dieser Zeit ist das Salzburger Adventsingen eine international bedeutende Institution.

Zeit des Wandels
Mitte der Siebziger Jahre starben die beiden Protagonisten Tobi Reiser d. Ä. und Karl Heinrich Waggerl. Eine neue Ära beginnt mit Tobias Reiser d. J. Behutsam versuchte er eine Weiterentwicklung, einen Brückenschlag von der Tradition zum Zeitgeist. Mit klassisch-modernen Bühnenbildern, eindrucksvoller Lichtregie, volksmusikalisch neu interpretierten Kompositionen und gut durchdachten Texten entstand eine neue Form des Salzburger Adventsingens.

Adventsingen heute
Nach dem plötzlichen Tod von Tobias Reiser d. J. im Jahre 1999 begann die dritte Ära. Hans Köhl und Stefan Sperr übernahmen als Vorstände des Veranstalters Salzburger Heimatwerk und als langjährige Weggefährten die Gesamtleitung. Inzwischen ist das Salzburger Adventsingen zum großen Vorbild für unzählige Adventsingen im ganzen Alpenraum geworden. Das Salzburger Adventsingen feierte 2006 sein 60-jähriges Bestehen.
26.11. -12.12.2010

„Wer klopfet an?“
Gedanken zum neuen Werk


„…weil in der Herberge kein Platz für sie war.“(LK 2,7) Aus diesen knappen Worten des Evangelisten Lukas ist eine der bekanntesten biblischen Geschichten des Abendlandes, die Herbergssuche, entstanden. Wahrscheinlich wurde der Brauch, Bezug nehmend auf das Bibelzitat, im 16. Jh. von Franziskanern im spanischen Andalusien eingeführt. Bereits um 1600 soll die Herbergssuche, bei der ein Hauswirt das Heilige Paar von der Tür weist, in Hall in Tirol vorgetragen worden sein.
In dieser Tradition ist das bekannte und oftmals bei früheren Salzburger Adventsingen vorgetragene  Dialoglied „Wer klopfet an?“ entstanden.

Schon vor 1861 muss es gewesen sein, wo genau und von wem, ist nicht bekannt. Aufzeichnungen existieren aus Tirol, Bayern, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und sogar von Slowenien. Im kommenden Salzburger Adventsingen wird diesem alten Lied besonderes Augenmerk zuteil.

Vor 2000 Jahren – Herbergssuche in Bethlehem, heute, im Jahr 2010 - Herbergssuche im Salzburger Advent. Er, unverschuldet in Not geraten und arbeitslos. Sie, ein Kind im Arm und ein Kind unter ihrem Herzen. Beide kein Dach über dem Kopf und keine Bleibe für die Nacht. Er klopfet an – und sie werden abgewiesen. Werden sie eine Herberge finden?

Hans Köhl

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