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Erzabtei St. Peter & Friedhof & Katakomben

Erzabtei St. Peter & Friedhof & Katakomben

St. Peter Bezirk 1/2
5020 Salzburg.
+43662 844576-0
+43662 844576-80
Information
Veranstaltungen
Um 700 kam der fränkische Missionar Rupert nach Salzburg und gründete auf dem Boden des einst römischen Juvavum die Kirche St. Peter und ein Kloster, dessen älteste Mönchsgemeinschaft auf deutschem Boden durch die Jahrhunderte bis zur Gegenwart ununterbrochen Bestand hat.

Baugeschichte
Unter dem Abtbischof Arno, einem Freund Karls des Großen, wurde Salzburg zum Erzbistum erhoben. Im Mai 1127 brannten Kirche und Gebäude zur Gänze ab und der Abt Balderich ließ in den Jahren 1130 bis 1143 eine dreischiffige romanische Basilika erbauen. Kirche und Klosterbezirk wurden in den darauffolgenden Jahren mehrfach verändert.
Als eines der ältesten gotischen Bauwerke Salzburgs entstand 1319 die St.-Veits-Kapelle. Das prachtvolle romanische Portal entstand um 1240. Die Umgestaltung im Stil des Rokoko erfolgte im 18. Jahrhundert unter dem rührigen und kunstsinnigen Abt Beda Seeauer. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gründete Erzabt Petrus Klotz das Collegium Benedictinum mit Fassadenfresken von Anton Faistauer.

Architektur und Innenraum
Im Inneren der Kirche St. Peter ist die romanische Bauform noch deutlich erkennbar. Die reiche Zahl der Altäre zeigt das Rokokogewand der Kirche. Einige der Altarbilder wurden von Martin Johann Schmidt, auch "Kremser-Schmidt" genannt, einem der berühmtesten Andachts- und Altarbildmaler des 18. Jahrhunderts, geschaffen. Die beiden riesigen Renaissance-Bronzeleuchter aus dem Jahr 1609 sind ein Geschenk des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich. In einer der Kapellen des rechten Seitenschiffs befindet sich das Grabdenkmal von Johann Michael Haydn, eine Marmorplatte, die an Mozarts Schwester Nannerl erinnern soll und das Grabmal des Feldobersten Hans Werner von Raitenau, dem Vater Wolf Dietrichs.

Die Lange Galerie der Erzabtei St. Peter
1657-1661 errichtete die Abtei St. Peter unter Abt Amand Pachler, auf Wunsch des damaligen Erzbischofs Guidobald Graf Thun, das Gebäude auf der Südseite des Domplatzes. Das Eigentum an dem neuen Bau wurde geteilt: Der Keller und das Hauptgeschoß gehörten dem Erzbischof, die anderen Räume der Abtei. Das Hauptgeschoß, in dem Sie jetzt stehen, wurde die Gemäldegalerie des Erzbischofs.
Diese „Lange Galerie bey Hof“ entspricht einem Bautyp, der im 16. Jahrhundert in Italien entwickelt wurde: ein langer Korridor mit Fenstern auf der einen und einer durchgehenden Wand für Gemälde auf der anderen Seite. Alle Fenster sind nach Norden gerichtet, damit ein gleichmäßiges, aber nicht direktes Licht auf die Bilder fällt. Die Lange Galerie ist einer der frühesten solchen Bauten nördlich der Alpen.
Die Gemäldesammlung der Erzbischöfe umfasste Werke von Peter Paul Rubens, Johann Heinrich Schönfeld und anderen namhaften Künstlern. Nach dem Ende der erzbischöflichen Herrschaft 1803 wurde sie aufgelöst, und ein großer Teil der Bilder gelangte nach Wien. Der Raum selbst wurde 1819 der Abtei St. Peter zugesprochen.
Von 2001 bis 2009 hat St. Peter die Lange Galerie aufwändig renovieren lassen. Über das Dommuseum ist die Galerie nun auch der Öffentlichkeit zugänglich und es werden dort 17 großformatige, religiöse Gemälde aus eigenen Sammlungen gezeigt.

Das Kloster St. Peter
Bedeutende Persönlichkeiten gehörten der Mönchsgemeinschaft von St. Peter an und noch heute zeugen eine reiche Zahl von Werken von der Gelehrsamkeit und dem Eifer der mittelalterlichen Mönche. Eine für die damalige Zeit bautechnische Meisterleistung wurde durch die Errichtung des Almkanals, für den ein Stollen durch den Mönchsberg geschlagen wurde, vollbracht. Viele der Mönche waren seit der Gründung der Universität 1622 als Lehrer tätig, und auch Musik und Theater wurden in St. Peter stetig gepflegt.
Der dreizehnjährige Mozart komponierte 1769 für den späteren Abt Hagenauer die "Dominikusmesse" und dirigierte in der Kirche im Jahre 1783 eigenhändig seine berühmte C-Moll- Messe. Johann Michael Haydn schrieb 1782 für St. Peter die "Rupertusmesse".

Der Friedhof St. Peter
Der Friedhof von St. Peter ist mit seiner einzigartigen Umgebung einer der schönsten und ältesten Friedhöfe der Welt. Berühmte Persönlichkeiten, Künstler, Gelehrte und Kaufleute fanden hier ihre letzte Ruhestätte: Santino Solari (Architekt und Baumeister des Salzburger Doms), Nannerl Mozart (Schwester Mozarts), Lorenz Hagenauer (Freund und Hausherr der Familie Mozart), Michael Haydn (Komponist und jüngerer Bruder von Joseph Haydn), Paul Hofhaimer (Organist und Komponist), Sigmund Haffner (Ratsherr und Bürgermeister, Freund der Familie Mozart, "Haffner Serenade" und "Haffner Symphonie" von Mozart), Richard Mayr (Opernsänger, erster "Ochs von Lerchenau" im "Rosenkavalier" der Salzburger Festspiele), Harry Collins (letzter Kommandant der amerikanischen Besatzungstruppen, lebte später in Salzburg, Ehrenbürger der Stadt).

Die Katakomben
Zu den Besonderheiten des Petersfriedhofs gehören die in den Mönchsberg gehauenen Katakomben, die ganzjährig besichtigt werden können. Wahrscheinlich sind sie frühchristlichen Ursprungs. Ebenfalls sehenswert sind die Gertrauden- und Maximuskapelle.

Veranstaltungen in St. Peter
Der Barocksaal im Stiftskeller von St. Peter und der romanische Saal dienen regelmäßig als Kulisse für Konzertveranstaltungen wie das "Mozart Dinner Concert" und die "Mozart Klaviersonaten".

Kirche St. Peter:
Täglich 8-12 Uhr und 14.30-18.30 Uhr
Während des Gottesdienstes keine Besichtigungsmöglichkeit!
Ca. 450-500 Sitzplätze.

Friedhof St. Peter:
April-September: täglich 6.30-19 Uhr
Oktober-März: täglich 6.30-18 Uhr

Stiftsbäckerei St. Peter:
Montag-Freitag 7-17.30 Uhr, Samstag 7-13 Uhr.

Katakomben:
Öffnungszeiten 2016:
Mai-September: täglich 10-18 Uhr
Oktober-April: täglich 10-17 Uhr
Geschlossen: 1.1., 24.-27.12., 31.12.
Änderungen möglich, siehe Anschlag!

Eintrittspreise 2016:
Erwachsene € 2,00
Kinder (6-15 Jahre) € 1,50
Jugendliche (16-18 Jahre), Studenten, Senioren, Gruppen ab 10 Personen € 1,50
Schulklassen € 1,00
SalzburgCard: einmaliger Gratiseintritt

(Stand: Nov. 2015)

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