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Kaigasse
Kaigasse
5020 Salzburg
5020 Salzburg
Information
Wer vom Mozartplatz stadtauswärts flaniert oder vom Kapitelplatz durch die Kapitelgasse in Richtung Kaiviertel spaziert, findet sich in der Kaigasse wieder. Hier "hinten" verläuft das Leben ruhiger und gemächlicher als auf den belebten Plätzen und in der Getreidegasse. Obwohl nur einen Steinwurf vom pulsierenden Zentrum entfernt, ticken die Uhren anders: die Universität Salzburg hat hier ihren Verwaltungssitz sowie einige Institute, die Salzburger Landesregierung ihre Büros. Weniger Touristen, dafür viele Studenten und geschäftige Politiker eilen ihrer Wege.
Römische Tempelanlage in der Kaigasse
Der verwinkelte Straßenzug der Kaigasse ergibt sich unter anderem aus einer römischen Tempelanlage, gestaltet als Peripteros, die den Göttern Asklepios, Hygieia und Kybele geweiht war. Sie stand einst zwischen den heutigen Gassen Kaigasse und Krotachgasse. Ihre Grundmauern wurden 1945 bis 1955 und 1987 ergraben. Die Länge des Tempels betrug in etwa 45,5 auf 29,6 Meter. Die starken Fundamente des Tempels waren teilweise in Gusstechnik ausgeführt.
Häuser und ihre Geschichten
Die Kaigasse in Salzburg verdankt ihrem Namen dem G'hai, das den alten Uferschutz aus Strauch- und Flechtwerk an der Salzach bezeichnet.
Einige Häuser verdienen eine nähere Betrachtung:
Das vorspringende Haus Kaigasse 4 ist aus der ehemaligen Salvatorkirche hervorgegangen. Es wurde erstmals 1421 erwähnt und gehörte wohl von Anfang an zum dortigen Domkapitelspital.
Auch das im Kern spätgotische Rote-Bruderschafts-Messnerhaus in der Kaigasse 6, das später barock überprägt wurde, gehörte zuerst zum Domkapitelspital. Die große Nische im Garten des Hauses Kaigasse 6 wurde lange als frühere Apsis der Salvatorkirche gedeutet. Wahrscheinlich befand sich hier jedoch ein kleines Gärtchen des Salzburger Erzbischofs Wolf Dietrich.
Der Högelwörther Hof in der Kaigasse 17 wurde 1434 erstmals urkundlich erwähnt. Es diente damals als Stadtpalais der Äbte und Prälaten des Klosters Högelwörth. 1604 übernahm dann auf Betreiben von Wolf Dietrich von Raitenau das Salzburger Domkapitel das Haus für die Domherren. Zeitweise hieß es nun auch "Fürst Schwarzenbergischer Kanonikalhof". An der nördlichen Grundgrenze fließt unter dem Haus der Kapitelarm des Almkanales.
Im Kasererbräuhaus in der Kaigasse 33 befindet sich das Mozartkino, das älteste bestehende Kino in Salzburg. In seinen Vorläufern geht es auf das Jahr 1905 zurück. "Frieds Original-Elektro-Biograph" zeigte damals im ersten Stock des Hauses bewegte Bilder. Der straßenabgewandte Teil des Hauses wurde im 2. Weltkrieg durch Fliegerbomben schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau der zerstörten Hausteile wurde unter dem späteren Kinosaal ein römischer Tempel gefunden.
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Römische Tempelanlage in der Kaigasse
Der verwinkelte Straßenzug der Kaigasse ergibt sich unter anderem aus einer römischen Tempelanlage, gestaltet als Peripteros, die den Göttern Asklepios, Hygieia und Kybele geweiht war. Sie stand einst zwischen den heutigen Gassen Kaigasse und Krotachgasse. Ihre Grundmauern wurden 1945 bis 1955 und 1987 ergraben. Die Länge des Tempels betrug in etwa 45,5 auf 29,6 Meter. Die starken Fundamente des Tempels waren teilweise in Gusstechnik ausgeführt.
Häuser und ihre Geschichten
Die Kaigasse in Salzburg verdankt ihrem Namen dem G'hai, das den alten Uferschutz aus Strauch- und Flechtwerk an der Salzach bezeichnet.
Einige Häuser verdienen eine nähere Betrachtung:
Das vorspringende Haus Kaigasse 4 ist aus der ehemaligen Salvatorkirche hervorgegangen. Es wurde erstmals 1421 erwähnt und gehörte wohl von Anfang an zum dortigen Domkapitelspital.
Auch das im Kern spätgotische Rote-Bruderschafts-Messnerhaus in der Kaigasse 6, das später barock überprägt wurde, gehörte zuerst zum Domkapitelspital. Die große Nische im Garten des Hauses Kaigasse 6 wurde lange als frühere Apsis der Salvatorkirche gedeutet. Wahrscheinlich befand sich hier jedoch ein kleines Gärtchen des Salzburger Erzbischofs Wolf Dietrich.
Der Högelwörther Hof in der Kaigasse 17 wurde 1434 erstmals urkundlich erwähnt. Es diente damals als Stadtpalais der Äbte und Prälaten des Klosters Högelwörth. 1604 übernahm dann auf Betreiben von Wolf Dietrich von Raitenau das Salzburger Domkapitel das Haus für die Domherren. Zeitweise hieß es nun auch "Fürst Schwarzenbergischer Kanonikalhof". An der nördlichen Grundgrenze fließt unter dem Haus der Kapitelarm des Almkanales.
Im Kasererbräuhaus in der Kaigasse 33 befindet sich das Mozartkino, das älteste bestehende Kino in Salzburg. In seinen Vorläufern geht es auf das Jahr 1905 zurück. "Frieds Original-Elektro-Biograph" zeigte damals im ersten Stock des Hauses bewegte Bilder. Der straßenabgewandte Teil des Hauses wurde im 2. Weltkrieg durch Fliegerbomben schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau der zerstörten Hausteile wurde unter dem späteren Kinosaal ein römischer Tempel gefunden.
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