Karte
Satellit


Karte anzeigen

Sigmund-Haffner-Gasse

Sigmund-Haffner-Gasse

Sigmund-Haffner-Gasse
5020 Salzburg
Information
Die Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt verbindet Getreidegasse und Franziskanergasse miteinander. Am unteren Ende sind Rathausplatz und Kranzlmarkt, am oberen Ende die Franziskanerkirche. Benannt ist die Gasse nach dem reichen Handelsmann Sigmund Haffner, der von 1768 bis 1772 Bürgermeister der Stadt war. Sein Sohn war gleich alt wie Wolfgang Amadeus Mozart. Der Komponist widmete der Tochter Sigmund Haffners anlässlich ihrer Verlobung die Haffner-Serenade.

Historische Gasse
Die Sigmund-Haffner-Gasse selbst zählt zu den ältesten Straßen Salzburgs überhaupt: sie entstand um 1140 in der Zeit, als die Franziskanerkirche Pfarrkirche wurde. Die Gasse schloss vor etwa 1620 die Bürgerstadt nach Westen zum großen Frauengarten des Klosters der St. Peterfrauen zwischen Kollegienkirche, Hofstallgasse und Karajanplatz ab. Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa Erzbischof Wolf Dietrich, seine Geliebte Salome Alt oder der Komponist Heinrich Biber.

Häuser und ihre Geschichte
Das Haus Sigmund-Haffner-Gasse 4 wird bereits 1442 als "Lienpachers Haus in der milichgassen gegen den frongarten" genannt. Als erster Gastwirt in diesem Haus scheint 1607 Hanns Guetfertinger auf. Das kleine Marmorrelief wurde nach dem Gnadenbild der Maria Taferl gestaltet und trägt die Inschrift "Maria Schmerzen von Tafferl 1711". Als Gasthof zum Elefanten wird das Gebäude erstmals um 1800 genannt. Der Name verweist aber auf eine Begebenheit aus dem Jahr 1522. Damals erhielten Erzherzog Maximilian von Österreich und seine Braut zur Vermählung von König Johann III. von Portugal einen Elefanten geschenkt, der den Namen Soliman trug. Auf der Heimreise von Spanien nach Österreich war Maximilian 1522 Gast bei Ernst Herzog von Bayern, wo der Salzburger Bürger Hans Goldeisen mit der Versorgung des Gastes betraut war. Dieser Hans Goldeisen, der wohl den Elefanten persönlich bestaunen durfte, kaufte vier Jahre später das Haus Sigmund-Haffner-Gasse 4.
Das spätmittelalterliche Gusettihaus von Nummer 7 bis 9 wurde unter Erzbischof Ernst von Bayern 1540 angekauft und als Hofbräuhaus genutzt. Die alten Gewölbe im Keller dürften als Bierlagerräume gedient haben.
Das Ritzerhaus oder Ritzerbogenhaus ist zuerst bereits 1294 erwähnt, als Rudbrecht Aufner das Haus kaufte. Zeitweise hieß das Haus auch Haunspergerhaus. Schon um 1620 bestand hier ein kleines Tor in den Frauengarten der St. Peter-Klosterfrauen. Seit 1492 befindet sich hier eine Buchhandlung, die älteste Buchhandlung im heutigen Österreich und zweitälteste im deutschen Sprachraum.
Das "Collegium Rupertinum" in der Sigmund-Haffner-Gasse 22 wurde von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau wenige Monate vor seinem Tode 1653 gestiftet und im gleichen Jahr unter Einbeziehung eines Vorgängerbaues neu errichtet. Dieses Gebäude war für etwa 12 bis 14 studierende Jünglinge bestimmt und zu Ehren des Hl. Ruperts geweiht worden.


zurück
© 2014 - Tourismus Salzburg GmbH - 5020 Salzburg - Tel. +43662 88987-0