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Waagplatz

Waagplatz
5020 Salzburg
Information
Der Waagplatz in Salzburg befindet sich am Ende der Judengasse und geht in den Mozartplatz über. Im 15. Jahrhundert war der Platz als Heumarkt und ab etwa 1430 als Brotmarkt genutzt worden. Der Name Waagplatz kommt daher, weil im Mittelalter sich an diesem Platz die öffentliche Stadtwaage befand. Unter anderem wurde das zum Verkauf kommende Getreide abgewogen.

Häuser und ihre Geschichten
Das Haus Waagplatz 1 war von 1328 bis 1407 Gerichtsgebäude. In der ältesten Zeit Salzburgs fanden vor diesem Haus auch die Hinrichtungen statt. Noch 1590 ist hier der Pranger erwähnt, der wohl erst Anfang des 17. Jahrhunderts in die Griesgasse übersiedelte. Um 1500 entstand hier die erste Trinkstube. Das Haus brannte 1635 ab und war danach nur noch Wirtshaus und Gästeherberge, und hatte in der Folge verschiedene Namen: 1564 wird es schlicht Trinkstube genannt, 1647 Haus beim Mohrenkopf und 1881 Gasthof zum Erzherzog Karl. Gegen den Waagplatz hin besitzt das allseits freistehende Haus ein monumentales Wandbild "Aussaat und Ernte" von Karl Reisenbichler (1928).
Das Schafferhaus Waagplatz 1a und 2 stammt mit seinen zwei Hofflügeln und dem Hinterhaus großteils aus dem 16. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die dreigeschossigen Arkaden. Die heutige Fassade wurde um 1860 gestaltet. In diesem Haus wurde am 3. Februar 1887 als jüngstes von 13 Kindern der Salzburger Dichter Georg Trakl geboren, der aus einer ungarndeutschen Protestantenfamilie stammt. Im Traklhaus befinden sich heute ein Museum und eine Gedenkstätte für den berühmten Dichter.
Das Waaghaus am Waagplatz 3 war vor 1328 das - vermutlich älteste - Salzburger Gerichtsgebäude. Dieses Stadtgericht wurde früher Schranne genannt. Das Haus war aber auch seit deren Gründung Sitz der städtischen Hauptwaage und war bis 1815 im Eigentum der Stadt Salzburg. Das zentral gelegene Waaghaus gab damit dem Platz den Namen. Der heutige Bau stammt aus dem 17. Jahrhundert, die Fassadengestaltung aber aus dem frühen 19. Jahrhundert.


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