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Salzburg für Gläubige

Salzburg spirituell

Gegründet gegen Ende des 7. Jahrhunderts wurde die Stadt Salzburg bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts von unabhängigen, katholischen Fürsterzbischöfen regiert, die auch die politische Macht innehatten. An die zwanzig barocke Kirchenbauten prägen heute die Silhouette der Altstadt und machen Salzburg zu einem Kleinod der spirituellen Einkehr.
 

Religion in Salzburg

 

Katholiken sind mit 55,6 Prozent der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte kirchliche Gemeinschaft. Zu den Evangelischen Kirchen bekennen sich 6,7 Prozent der Einwohner. Zu den Gemeinschaften des orthodoxen Christentums (Serbisch-Orthodoxe Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche und Russisch-Orthodoxe Kirche) gehören 5,3 Prozent der Bevölkerung. Zu den Glaubensgemeinschaften der Altkatholiken, der Methodisten, der Neuapostolischen Kirche, der Mormonen-Gemeinde, der Zeugen Jehovas, des Bundes evangelikaler Gemeinden, der Christengemeinschaft und der Freien Christengemeinde/ Pfingstgemeinde bekennen sich insgesamt 1,6 Prozent der Stadtbevölkerung.

 

Die katholische Kirche steht mit den orthodoxen Kirchen, der evangelischen Kirche, der altkatholischen Kirche und den Methodisten in ökumenischen Arbeitskreisen im Dialog; regelmäßig werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert. Muslime sind mit 6,8 Prozent der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte nichtchristliche Glaubensgemeinschaft.
 

Kirchengeschichte in Salzburg

 

Um 450 existierte im damals römischen Iuvavum eine Christengemeinde mit zwei Kirchen und einem Kloster. Nach dem Abzug des römischen Militärs im Jahr 488 wurde die Stadt in der Zeit der Völkerwanderung zerstört.

 

696 gründete der erste Bischof Salzburg, der Heilige Rupert, das Stift Sankt Peter und das Frauenkloster auf dem Nonnberg. Er ließ wahrscheinlich um 700 eine große Kirche zu Ehren des Heilige Petrus bauen und errichtete dort eine Gemeinschaft von Weltpriestern (Kanonikern), aus denen sich später das Domkapitel entwickelte. Der Heilige Rupert ist bis heute der Schutzpatron der Stadt.


Der Missionar und Kirchenreformer Bonifatius brachte 739 die päpstliche Bestätigung für das neu gegründete Bistum Salzburg und legte die Diözesangrenzen fest. Von Papst Leo III. wurde Salzburg am 20. April 798 auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, dem die bairischen Suffraganbistümer Freising, Neuburg, Passau, Regensburg und Säben unterstanden.

 

Diese Kirchenprovinz umfasste zeitweise das gesamte altbairische Stammesgebiet, also den Großteil des heutigen Österreich und Bayern (außer Franken und Schwaben), das heutige Südtirol und Trentino, weite Teile Ungarns, Tschechiens, Sloweniens und der Slowakei. Arno war der erste Erzbischof.


Im Investiturstreit standen die Salzburger Erzbischöfe auf der Seite des Papstes. Unter Gebhard wurde die Stadt Salzburg mehrmals von Anhängern des Kaisers verwüstet. Zum Schutz ließ Gebhard daher 1077 die Festung Hohensalzburg errichten.
Im Jahr 1167 brannte bei einem Stadtbrand auch der Dom ab, der Domschatz wurde dabei vernichtet. Konrad III. - der erste Salzburger Kardinal - konnte nach dem Friedensschluss 1177 mit dem Wiederaufbau beginnen und errichtete einen prächtigen dreischiffigen romanischen Dom.


Das Johannes Schlössl der Pallottiner


Das Johannes Schlössl der Pallottiner liegt auf dem Mönchsberg im Herzen der Salzburger Altstadt und ist eine Oase der Einkehr. Das Haus dient der körperlichen Erholung und steht religiösen Gruppen und Menschen offen, die Stille, Sammlung und geistige Einkehr suchen. Weiters bietet sich das Haus für Tage der Stille, Exerzitien, Gemeinschafts- und Meditationskurse sowie Fortbildungsseminare an.

 

Weitere Informationen: http://pallottiner.szg.at


Der Jakobsweg in Salzburg


Auf vier Etappen führt der Salzburger Jakobsweg von Frankenmarkt bis nach St. Johann in Tirol. Auf 134 Kilometern wandern Pilger durch das Salzburger Seenland, passieren die Wallfahrtskirche Maria Plain, durchqueren die Stadt Salzburg und kommen über Unken und Lofer nach Tirol. Eine Strecke, die mit ihren zahlreichen Höhepunkten zu den schönsten Abschnitten des österreichischen Jakobsweges zählt.


Die Strecke durch die Mozartstadt führt von Maria Plain flussaufwärts in die Altstadt. Schon bald eröffnet sich den Wanderern ein schöner Blick auf die Stadt mit ihren rund 20 barocken Bauten. Der Weg führt zum Salzburger Dom, durch das Neutor und den Ortsteil Maxglan, entlang der Glan nach Viehhausen und zur Jakobskirche in Gois.

 

Weitere Informationen: www.jakobswege-a.eu


Alter Wallfahrtsweg in Salzburg

 

Der alte Wallfahrtsweg führt vom einstigen Froschheim (heute Elisabeth-Vorstadt) bis nach Maria Plain. Fünfzehn heute fast in Vergessenheit geratene Bildstöcke säumen den alten Wallfahrtsweg, der früher freilich noch durch Wiesen, Auen und Kornfelder führte.
Den ersten Bildstock finden Pilger und Spaziergänger am Haus Elisabethstraße Nummer 1.

 

Der Weg führt durch die Elisabethstraße (Bildstöcke am Haus Nummer 7 und 21/23) und weiter durch die Julius-Haagn-Straße (Bildstock am Haus Nummer 34) und durch die Plainstraße (Bildstöcke am Haus Nummer 83 und 115). Auch längs des Plainbergweges finden sich weitere Bildstöcke. Bei Maria Plain angelangt wird man nicht nur mit einem herrlichen Ausblick belohnt, sondern wird auch in der Ruhe der prunkvollen Kirche für einen Augenblick die Hektik des Alltags vergessen.

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