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Salzburg: Stadt der Tracht

Welthauptstadt der Tracht

Salzburg ist Welthauptstadt der Tracht: 26 Trachtenschneidereien, viele Geschäfte und die Weltleitmesse sind hier beheimatet. Wer auf der Suche nach einem „schönen Gewand“ ist, wird in der Altstadt fündig. Bei jungen, trendigen Designern ebenso wie in Traditionsbetrieben, wo auch immer wieder Promis beim Shoppen entdeckt werden.

 

Die Geschichte der Tracht in Salzburg

Das Dirndlkleid, die Lederhose und die Joppe waren einst das traditionelle Gewand der Salzburger Landbevölkerung: Im Alltag wurde das schlichte Arbeitsdirndl aus Baumwolle getragen. An Feiertagen und zum Kirchgang das Festtagsdirndl aus Brokat, Seide oder Samt. Mit dem Einsetzen des Fremdenverkehrs Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten die Sommerfrischler die Tracht für sich. Sogar Kaiser Franz Josef war „Trachtenfan“: Für ihn wurde vom Salzburger Trachtenhersteller Jahn-Markl am Residenzplatz 3 eigens die Farbe „Altschwarz“ kreiert.

 

Die Salzburger Festspiele und Tracht

Bei einem Besuch der Salzburger Festspiele beweist man mit einem festlichen Dirndl Stil und guten Geschmack: Daran hat sich seit den 1920er Jahren nichts geändert. Mit internationalen Künstlern und Gästen, die sich gerne in Dirndl und Lederhose kleideten, wurde die Tracht früh salonfähig. In Salzburg galt und gilt sie als modisches Statement ohne ideologische Besetzung. Doch Tracht trägt man in Salzburg nicht nur zu besonderen Anlässen: Auch beim Einkaufen oder Kaffeetrinken ist man damit bestens angezogen.

 

Vivienne Westwood „empfiehlt“ Dirndl

Mitglieder europäischer Königshäuser, Schauspieler, Künstler und Politiker lassen sich gerne in Tracht ablichten. Die britische Punk-Designerin Vivienne Westwood sagte sogar einmal: "Würde jede Frau ein Dirndl tragen, so gäbe es keine Hässlichkeit mehr" und weiter: „Keine Frau hat die perfekte Figur und gerade die Frauen, die keine perfekte Figur haben, würden in einem Dirndl sehr viel besser aussehen!"

 

Shoppingvergnügen in der Salzburger Altstadt

Nirgendwo ist die Dichte an Trachtenherstellern und Trachtengeschäften so hoch wie in der Salzburger Altstadt. Viele davon gehören zu den Salzburger Traditionsbetrieben wie etwa Jahn-Markl und das Heimatwerk am Residenzplatz, Madl am Grünmarkt in der Getreidegasse oder Trachtenmoden Lanz in der Schwarzstraße. Die Liste der Prominenten, die sich ganz „lanzy“ eingekleidet haben oder es immer noch tun, ist lang und auf der Firmen-Webseite nachzulesen: Darunter Marlene Dietrich, Queen Elizabeth II oder Caroline von Monaco.

 

Traditionell oder ganz modern

Trachtenmode unterlag immer schon Moden und Trends: Stoffe, Muster und Farben ändern sich mit jeder Saison. Doch auch traditionelle Schnittführungen, klassische Drucke und zeitlose Eleganz haben ihre Berechtigung. Die Materialien reichen von Baumwolle über Seide und Brokat, Filz, Loden und Blaudrucken bis hin zu unkonventionellen und exotischen Stoffen. Was den Frauen ihr Dirndl ist, ist den Männern die Lederhose samt Weste oder Joppe. Den „Salzburger Anzug“ kennt man in der klassischen Grau-Grün-Farbkombination. Wer es noch edler möchte, der hat die Möglichkeit, sich eine Einzelanfertigen maßschneidern zu lassen: Dieses Modell gibt es dann wirklich nur ein einziges Mal.

 

Tracht liebt Streetwear

Wer sich nicht ganz in Tracht zeigen will, peppt das eigene Outfit „trachtig“ auf: Mit hübschen Accessoires wie etwa einem Strickjäckchen, Hut, Fransentuch oder Wildlederballerinas. Dabei gilt: Erlaubt ist, was gefällt! Auch Trachtenschmuck oder Taschen verleihen jeder Jeansträgerin einen Hauch von „Salzburg-Style“.

 

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