Im 18. Jahrhundert war Reisen mehr Abenteuer als Spaß. Es bedeutete schlechte Quartiere, betrunkene Kutscher, Banditen und Krankheiten. Gefahren lauerten immer und überall. Nichts desto Trotz ließ sich die Familie Mozart auf das Abenteuer „Reise“ ein. Leopold Mozart wollte das musikalische Talent seiner Kinder über Salzburg hinaus bekannt und berühmt machen. Doch wie sollten die Nachrichten über seine Wunderkinder in die Welt getragen werden? In einem Zeitalter, in dem man auf schriftliche oder mündliche Botschaften angewiesen war, blieb nichts anderes übrig, als mit den Kindern auf Reisen zu gehen, um sie an den bedeutendsten adeligen Höfen vorzustellen.
Die Erlebnisse der Familie Mozart auf den Reisen sind durch eine Vielzahl von Briefen an ihre Freunde in Salzburg dokumentiert. Sie schildern lebhaft die Eindrücke vom Leben in den großen Metropolen wie Paris, London und Rom und brachten somit den Salzburgern die große weite Welt ein Stück näher.
Die zahlreichen Ausstellungstücke aus der Sammlung der Internationalen Stiftung Mozarteum wurden mit wertvollen Leihgaben aus dem Salzburg Museum ergänzt. Sie bieten interessante Einblicke in Themen, die für das tägliche Leben der Familie Mozart von Bedeutung waren.