Das von Fürsterzbischof Markus Sittikus gegründete Gymnasium, wurde 1622 unter Erzbischof Paris Lodron zur Universität erhoben und hatte den gleichen Rang und die gleichen Rechte wie andere Universitäten in Italien, Frankreich und Deutschland. Im Jahr 1631 begann man mit dem Ausbau des Universitätsgebäudes nach einem Modell des Dombaumeisters Santino Solari.
Die "Hohe Schule Salzburgs", von Benediktinern geleitet, bestand aus einer theologischen Falkultät mit fünf Lehrstühlen, einer juridischen mit ebenfalls fünf und einer philosophischen Fakultät mit vier Lehrstühlen. Eine medizinische Fakultät wurde 1632 errichtet; sie existierte allerdings nur bis 1635 und wurde auch später nie mehr installiert.
Mehr als 32.000 Menschen haben an der alten Salzburger Universität studiert, u.a. Abraham a Santa Clara, Leopold Mozart, der Pädagoge F. M. Vierthaler sowie Andreas von Liebenberg, Wiens Bürgermeister während der ersten Türkenbelagerung.
Im Jahre 1810 wurde die Salzburger Universität unter bayrischer Herrschaft aufgelöst. Die neue Universität wurde im Oktober 1962 wieder errichtet und umfaßt die vier Fakultäten Theologie, Rechtswissenschaften, Geistes- und Naturwissenschaften.
Die Aula academica wurde 1631 als Kongregationssaal für die Marianische Kongregation des Kollegiums erbaut. Besonders sehenswert sind die Bilder mit den Darstellungen der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes von 1636/37.
1649 kaufte der damalige Rektor der Universität die Christoph-Besold Bibliothek und gründete damit die eigentliche Universitätsbibliothek. Ein eigener Bibliothek-Saal wurde eingerichtet und 1658 trat eine Verordnung über die Ablieferung von Pflichtexemplaren in Kraft. Im Laufe der Jahre wuchs die Bibliothek durch Dotationen und Nachlässe auf 12.000 Bände an. 1793 wurde die Bibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und übersiedelte in den neuen Hofstallgassentrakt des Universitätsgebäudes, wo sie sich auch heute noch befindet.
Der Universitätsplatz ist ein in seiner Geschlossenheit besonders beeindruckender Innenstadtplatz, gerahmt von typischen Salzburger Bürgerhäusern, darunter Mozarts Geburtshaus (Rückseite) mit besonders eindrucksvoller Fassade, sowie das Wohn- und Sterbehaus der Schwester Mozarts, Nannerl, heute Restaurant Zipfer Bierhaus.
Zahlreiche architektonisch interessante Durchhäuser führen in die Getreidegasse. Täglich findet der typische Salzburger Grünmarkt mit Früchten, Gemüsen, Blumen der Jahreszeit und anderen Produkten der heimischen Landwirtschaft statt.
In der Mitte des Platzes, in einer modernen Brunnenfassung, ist der sogenannte "Almkanal" zu sehen, ein historischer Wasserlauf, der nahezu die gesamte Altstadt unterirdisch durchzieht und zur Wasserversorgung der Stadt diente. Die Anlage ist bis auf wenige, stillgelegte Seitenarme nach wie vor wasserführend
|