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Paris Graf von Lodron

Start
1619 - 1653
1586 in dem Welsch-Tirolischen Villa Lagarina (bei Rovereto) geboren, kam Paris Graf von Lodron durch seinen Onkel Anton nach Salzburg und wirkte schon als Dompropst sehr verdienstvoll. Als solcher wurde er am 13. Novemer 1619 zum Fürsterzbischof gewählt. Die schwierigen Verhältnisse, vor allem bedingt durch den furchtbaren 30jährigen Krieg, erforderten von dem Landesherrn größte politische Umsicht.
Zwar konnte er, trotz massiver Interventionen des Kaisers und des bayrischen Kurfürsten, sein Land aus dem Kriegsgeschehen heraushalten, doch waren die Maßnahmen der Selbstverteidigung mit enormen Kosten verbunden.
Nach Plänen seines Hofbaumeisters Santino Solari wurde die Stadt "wie eine Schildkröte gepanzert" und galt so auch für die Soldaten des Schwedenkönigs Gustav Adolf als uneinnehmbar. Mitten in diesen Kriegswirren konnte er am 25. September 1628 den Dom einweihen - es sollte das größte Fest werden, das diese Stadt je gesehen hat. Schon einige Jahre zuvor (1625) erlangte Paris Lodron für die von ihm gegründete Benediktiner Universität die kaiserliche und päpstliche Bestätigung. Zur besseren Strukturierung der Seelsorge gründete er mehrere Priesterkollegien, so 1631 das Schneeherrn-Kanonikerstift am Dom zu Salzburg und 1633 das Kollegiatstift in Tittmoning. Gegenüber der Franziskanerkirche ließ er zwei Kollegien errichten, die als Internate Studienplätze für auswärtige Studenten bereitstellten: 1645 das Erziehungsinstitut Marianum und 1653 das Kollegium Rupertinum. Den vor den Schweden aus Landshut geflohenen Nonnen gewährte er 1635 Zuflucht und Bleibe. Er baute ihnen das heute noch bestehende Frauenkloster Maria Loreto mit dem als wundertätig verehrten Jesuskind.
Der in jeder Weise um das Wohl seines Landes besorgte Fürst starb am 15. Dezember 1653 und wurde im Salzburger Dom begraben.
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siehe auch
Salzburgs Entwicklung zum Fürsterzbistum
Salzburger Dom
Franziskanerkirche
Universität Salzburg
   
               
     
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