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Sehenswertes/Übersicht |
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Der Salzburger Schnürlregen – eine feuchte Tatsache! |
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| Nirgends regnet es so überraschend, heftig und schön wie in Salzburg! |
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Die Stadt Salzburg liegt am Nordrand der Alpen und bedingt durch diese Lage verfügt sie über ein „warmgemäßigtes Regenklima“.
Aufgrund von Nordstaulagen und Föhn, der durch die Nähe zur Alpenkette entstehen kann, tritt dann immer wieder der berühmt-berüchtigte „Salzburger Schnürlregen“ auf, der sogar in zahlreichen Büchern, Gedichten, Filmen und Operetten besungen wird. Eigentlich ist der Schnürlregen ein überraschender Regenguss - sozusagen aus heiterem Himmel - der aufgrund einer besonderen Windkonstellation in schrägen Schnüren vom Himmel fällt, bald vorbei ist und die schöne Stadt wiederum rein gewaschen im herrlichsten Sonnenlicht präsentiert.
Seit dem Jahre 1874 werden in der Stadt Klimamessungen durchgeführt. Diese Aufzeichnungen sind für die Entwicklung des Klimas im Stadtgebiet von großer Wichtigkeit, da in ganz Mitteleuropa sehr wenige so lange zurückreichende Untersuchungsreihen vorliegen. Eine wichtige Rolle bei diesen Untersuchungen übernahm der Salzburger Stadtverein; seit 1888 werden im architektonisch prächtigen Wetterhäuschen am Alten Markt – im Herzen der historischen Altstadt – in ununterbrochener Reihenfolge Wetteraufzeichnungen vorgenommen.
Da aber ein Regenspaziergang in einer so schönen Stadt mit ihrer wunderbaren unmittelbaren Umgebung durchaus seine Reize haben kann – und es ohnedies kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung - haben die Salzburger sich bereits von jeher mit praktischer, passender und auch sehr fescher Regenkleidung eingedeckt, man denke nur an den kleidsamen Lodenmantel mit oder ohne Kapuze, an den rustikalen Wetterfleck (allumfassender Lodenumhang) oder an den geradezu unverwüstlichen Walkjanker in allen Farben.
Dass praktische Regenbekleidung in Salzburg durchaus Tradition hat, geht schon aus der Tatsache hervor, das eines der ältesten und bekanntesten Geschäfte für Schirme und Regenbekleidung in der Altstadt bis auf das Jahr 1544 zurückblicken kann!
Erich Kästner, der mit seinem zauberhaften Roman „Der kleine Grenzverkehr“ der Stadt Salzburg ein unvergessliches, liebenswertes Denkmal gesetzt hat, konnte auch einem Spaziergang im Regen durchaus schöne Seiten abgewinnen, wenn er in seinem Gedicht „Nasser November“ u. a. schreibt: „Ziehen Sie die ältesten Schuhe an, die in Ihrem Schrank vergessen stehn! Denn Sie sollten wirklich dann und wann – auch bei Regen durch die Straßen gehen...“
Dem Dichter kann nur beigepflichtet werden, vor allem dann, wenn die nassen Straßen, durch die er empfiehlt, zu gehen, sich in einer so schönen Stadt wie Salzburg befinden, die auch bei Regen ihren ganz besonderen Zauber entfaltet!
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