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Kunst & Kultur

Jedermann auf der Festung Hohensalzburg

Dem Leben und Sterben des reichen Mannes kann man auch auf der Festung Hohensalzburg beiwohnen. Wenn die „Kulturbühne Jedermann“ ihre Version des berühmten Stücks zeigt, wird der Burghof zur Open-Air-Bühne.

Jedes Jahr zur Festspielzeit inszeniert die „Kulturbühne Jedermann“ den zeitlosen Klassiker von Hugo von Hofmannsthal mitten im Burghof der Festung. Hoch über den Dächern von Salzburg wird dann eine reich geschmückte Festtafel aufgestellt – und die Schauspieler der Kulturbühne Jedermann erspielen sich mit leidenschaftlichen Darbietungen in zauberhaftem Ambiente Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Einer der Hauptverantwortlichen dafür ist Thomas Peschke, Gründer und Produzent der Kulturbühne Jedermann, der auch in der Titelrolle des Stücks zu sehen ist. Auf der Bühne überzeugt die sympathische Person Peschke als brutaler und rücksichtsloser Jedermann – auch mit seiner Präsenz und Ausdrucksstärke. Bei unserem Gespräch waren wir sehr angetan von der schönen Stimme und der Bodenständigkeit des gebürtigen Salzburgers und haben ihn zum großen Klassiker „Jedermann“ befragt.

Herr Peschke, Sie spielen seit 2013 den „Jedermann“ beim Jedermann auf der Festung. Was verbinden Sie persönlich mit diesem berühmten Stück?

Ich bin in Salzburg geboren und aufgewachsen, und so auch mit dem Festspiel-Jedermann groß geworden. Das Stück fasziniert mich von je her – das Leben und Sterben des reichen, skrupellosen und rücksichtslosen Jedermann oder, wenn man so will, Jederfrau. Es ist so schön oder besser gesagt schrecklich zeitlos und hat nichts an Aktualität eingebüßt. So lange der Mensch existiert, wird uns auch dieses Thema beschäftigen. Wir haben das Stück für unsere besondere Inszenierung – bei der mich meine Regisseurin Daniela Meschtscherjakov unterstützt hat – auf das Wesentliche gekürzt, es dauert rund 100 Minuten. Das Original hat eine Spiellänge von etwa 120 Minuten.

Warum haben Sie sich die Festung Hohensalzburg als Veranstaltungsort für den „Jedermann“ ausgesucht?

Es gibt kaum einen besseren Spielort für den Salzburger Jedermann als die Festung. Die Festung verkörpert als Wahrzeichen unserer Stadt auch den Reichtum und den Prunk. Es ist sozusagen das Herz der Stadt. Vor allem der Burghof hat ein einzigartiges und ganz besonderes Flair.

Sie sind beim Jedermann außer in die Hauptrolle auch bereits in die Rolle des „Tod“ geschlüpft. Was waren für Sie als Schauspieler bei diesen beiden Rollen die größten Herausforderungen?

Eine der größten Herausforderungen beim Jedermann sind die vielen emotionalen Facetten. Und auch die enorme körperliche Belastung. Bei der Verkörperung des Tod ist die Schwierigkeit, dass man das Menschliche herausnehmen muss. Es ist ja eine allegorische Figur, die weder gut noch böse ist.

Worin unterscheidet sich Salzburg für Sie von anderen Städten?

Salzburg ist eine pulsierende Stadt – besonders zur Zeit der Festspiele – und im Einklang mit der Natur. Die Stadtberge, die Wiesen und Wälder rundherum, das ist alles wunderschön.

Verraten Sie uns Ihre Lieblingsorte in der Stadt Salzburg?

Meine Lieblingsorte sind der Mönchsberg und Hellbrunn. Hellbrunn wegen dem alten Flair, dem geschichtlichen Hintergrund. Und der Mönchsberg wegen der Natur und der Ruhe.

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