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Kunst & Kultur

Salzburg: Weltkulturerbe-Stadt zum Verlieben

Was macht eine Stadt besuchenswert? Die Ernennung zur UNESCO Weltkulturerbe-Stätte ist ein gutes Indiz. Für Salzburg sprechen jedoch noch viele andere Gründe. Und die müssen nicht immer mit Mozart und den Festspielen zu tun haben. Eine Liebeserklärung an die barocke Schöne an der Salzach.

Vom Verliebtsein

Was macht den Zauber einer Stadt aus? Warum verlieben wir uns in manche Städte Hals über Kopf während uns andere kalt lassen? Vielleicht sind es architektonische Besonderheiten, die uns in ihren Bann ziehen. Eine lange Geschichte und interessante Kultur. Oder gastfreundliche Menschen.

Die barocke Schönheit Salzburg mit ihren mittelalterlichen Ecken und Kanten steht für klassische Musik und imposante Baukunst, für Kulinarik und Kaffeekultur, für kirchliche Macht und lebendige Traditionen, für die Festspiele und für Mozart. Die Musik, die liegt hier in der Luft, Sommer wie Winter. Salzburg vereint Geschichte und Gegenwart, Kunst, Kultur und Natur wie kaum eine andere Stadt. Dieser beeindruckende Mix ist ein Grund dafür, dass die Salzburger Altstadt seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Salzburg, das Gesamtkunstwerk

Wie ein Juwel liegt es eingebettet zwischen den beiden Stadtbergen, umschmeichelt von dem glitzernden Band der Salzach, das durch ihre Mitte fließt. Blickt man von einer der vielen Brücken, die das rechte mit dem linken Salzachufer verbinden, auf die Stadt, eröffnet sich dem Betrachter ein Bild wie aus einem historischen Gemälde: Die eindrucksvolle Silhouette der Türme und Kuppeln der vielen Kirchen, durchsetzt vom Grün der Gärten, im Hintergrund die Berge; bei so viel Schönheit kann man schon ins Schwärmen geraten.

Und da ist es wieder: das Verliebtsein.

Warum UNESCO-Weltkulturerbe?

Als die UNESCO Salzburg 1997 in die Liste der Weltkulturerbestätte aufnahm, hatten sich schon viele Menschen in die Stadt an der Salzach verliebt. So soll etwa der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt, der zwischen 1797 und 1798 im Kaiviertel in der Salzburger Altstadt wohnte, gesagt haben: „Die Gegenden von Salzburg, Neapel und Konstantinopel halte ich für die schönsten der Erde." Aber was ist es genau, dieses Schöne an Salzburg? Geht es nach Maßstäben der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, ist es der Mix aus kirchlichen und weltlichen Bauten verschiedener Jahrhunderte und unterschiedlicher Stilrichtungen, die bis heute sehr gut erhalten geblieben sind. Die barocken Baudenkmäler stammen aus der Zeit, in der Salzburg als fürsterzbischöfliche Residenzstadt bekannt und als geistiges Zentrum Mitteleuropas berühmt war. Die mittelalterlichen Bürgerhäuser an den großzügigen Plätzen strahlen noch heute herrschaftliche Würde aus und in den verwinkelten Gässchen ist der Zauber vergangener Zeiten spürbar. Spaziert man durch die berühmte Getreidegasse, lohnt sich ein Blick nach oben: Die kunstvoll geschmiedeten Geschäfts- und Wirtshausschilder sind wunderschön anzuschauen. Die Summe der einzelnen Teile macht´s also aus, und so ist das historische Zentrum Salzburgs offiziell und im Sinne der UNESCO eine Stadt „mit besonderem Wert für die Menschheit“.

Üppige Natur, mitten in der Stadt

Salzburg verschmilzt in einer engen Umarmung mit der Natur. Spaziert man über einen der beiden grünen Stadtberge, zum Beispiel über den zum Weltkulturerbe gehörenden Mönchsberg auf der linken Salzachseite, blickt man auf eine einzigartig schöne und lebendige Bühne des Lebens: eine abwechslungsreiche Kulisse aus verschiedensten Kirchtürmen, verwinkelten Gassen, bunten Märkten und grünen Oasen. Und befindet sich fast Auge in Auge mit der imposanten Festung Hohensalzburg. Zu dieser lässt es sich ebenfalls wandern, auf verschlungenen Wegen über den Mönchsberg zum Festungsberg, immer wieder durchbrochen von Wiesen, auf denen im Sommer Kühe weiden und im Winter Kinder ihre Schlitten durch den Schnee ziehen. Eine kleine Oase, mitten in der Stadt. Auch der Mirabellgarten am rechten Salzachufer ist zu jeder Jahreszeit eine Augenweide. Besonders schön ist der Garten hinter dem Schloss Mirabell aber im Frühjahr und im Sommer, wenn kunstvoll arrangierte Blumenbeete voller üppiger Blüten stehen.

Sich verlieben – jeden Tag aufs Neue

Und wenn man am Abend durch die mittelalterlichen Gassen schlendert und aus einem offenen Fenster Geigenklänge dringen, wenn das alte Pflaster nach einem Sommerregen dampft oder in der Adventzeit glitzernde Lichter die mittelalterlichen Gassen erhellen, dann ist der Zauber Salzburgs ungebrochen. Und das UNESCO-Weltkulturerbe lebendig wie nie.

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