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Kunst & Kultur

Traditionshandwerk aus Salzburg

Mozart, Festspiele und Salzburger Nockerl – vermutlich einige der ersten Schlagworte, die einem zu Salzburg einfallen. Aber auch abseits der vielbeworbenen Sehenswürdigkeiten gibt es einige, weniger offensichtliche Besonderheiten zu entdecken – zum Beispiel die Salzburger Traditionsbetriebe.

Feinstes Leder aus Meisterhand

Wer schon einmal richtig gutes Leder getragen hat, weiß, dass Qualität nicht immer leicht zu finden ist. In Salzburg gibt es gleich zwei Familienbetriebe, die ihr Handwerk seit Generationen perfekt beherrschen. Ein davon ist das Lederhaus Schliesselberger. Seit 1820 im Familienbesitz, macht das Team um Geschäftsführer Moritz Schliesselberger Leder- und Fellträume wahr. Von der Gerberei bis zum fertigen Produkt entsteht alles aus einer Hand. Dass Tradition eine große Rolle spielt, erkennt man schon an den historischen Kleinmöbeln und Arbeitsgeräten, die überall im denkmalgeschützten Haus stehen. Neben den hochwertigen Lederprodukten garantiert der Betrieb auch einen umfassenden Service: Sonderanfertigungen, Verpackungsservice, Parkrückvergütung beim Einkauf oder Besuch im Geschäft freuen jeden Besucher. Auch der Kundenservice ist auf alle Eventualitäten eingestellt: Auf einer Reise kann es schon einmal passieren, dass ein Zahlenschloss verstellt ist oder die Reisetasche kaputt geht. Dafür gibt es bei Leder Schliesselberger einen speziellen Service, der auch in Notfällen hilft. Ein moderner Handwerksbetrieb, bei dem traditionelle Handwerkskunst groß geschrieben wird.

A Soizburger Original

Lederhosen werden über Generationen getragen. Je älter die Lederne, desto schöner und auch wertvoller ist sie – zumindest fühlt es sich so an. Bei manchen findet man sogar einen Schwur auf Lebenszeit: In Salzburg ist es unter Einheimischen ein beliebter Brauch, den Namen seiner großen Liebe in die Lasche der Ledernen zu ritzen. Nicht selten gibt es dabei Knatsch, wenn die neue Liebe den Namen der Verflossenen darin entdeckt.
Wer auch so eine Lederne haben möchte, sollte die älteste Gerberei Salzburgs am Residenzplatz besuchen - die Gerberei Jahn-Markl gibt es seit 1408. Früher bekannt für seine ledernen Wämser und Strümpfe, werden heute Jagd- und Wildlederbekleidung, Hand- und Hausschuhe, Gürtel, Leinen- und Lodentrachten hergestellt. Das Meiste nach traditioneller Handwerkskunst und mit Stickereien verziert – auf Wunsch auch mit eigener Widmung. Die besondere Liebesbotschaft darf natürlich jeder auch selbst einritzen. Die Salzburger Bundhose gibt’s bei Jahn-Markl übrigens für Damen und Herren – auch in Altschwarz – so wie sie der Kaiser vor über hundert Jahren bei ihm anfertigen ließ. Ein Original, dass man nirgendwo anders findet.

Neben diesen beiden Betrieben ist auch der Leder Eisl einen Besuch wert. Seit 1866 garantiert der Familienbetrieb hochwertige Leder-Erzeugnisse. Reparaturen und Spezial-Lederreinigung sind nur einige der besonderen Serviceleistungen. Maßgefertigte Lederne mit viel Liebe gemacht, finden Trachtenbegeisterte in der Neutorstraße 46. Bis heute wird in Salzburg großer Wert auf Traditionshandwerk gelegt. Es ist eine Stadt, in der die Tradition durch ihre zahlreichen Handwerksbetriebe weiterlebt. Und diese individuellen, kleinen Betriebe mit ihrem ganz besonderen, eigenen Charme machen die Mozartstadt zu etwas ganz Besonderem.

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