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Portraits

Der Stadtberg ruft!

Helmut Schwarzenberger plaudert aus dem alpinen Nähkästchen. Der gebürtige Rauriser ist fasziniert von den vielen Gesichtern der Stadt Salzburg. Ganz besonders gut kennt er sich mit ihren steinigen Pfaden aus.

Helmut Schwarzenberger ist ein lässiger Typ – selbst wenn er in der Steilwand der „City Wall“, Salzburgs innerstädtischem Klettersteig, hängt, rennt bei ihm der Schmäh. Freundlich und offen bietet der Geschäftsführer der Naturfreunde Salzburg sofort das Du an. Das sei bei den Naturfreunden so üblich, klärt er auf. Mit dieser Bergkameradschaft ist der Pinzgauer schließlich aufgewachsen.

Vom technischen Lehrling arbeitete er sich in der Marktwirtschaft nach oben. Als die Geschäftsleitung der Naturfreunde ausgeschrieben wurde, schlug er zu. Zwar vermisst er die Berge der Heimat, aber auch die Stadt Salzburg hat Kletterfans einiges zu bieten. Dass das Klettern mittlerweile auch im Zentrum der Altstadt Salzburgs Normalität ist, dazu trugen die Naturfreunde mit der City Wall erheblich bei.

Welcher Stadtberg ist dir am liebsten?

Mein Trainingsberg ist der Gaisberg. Wenn ich nach dem Büro Zeit habe, fahre ich gerne zur Obus-Kehre und steige hinauf. Auf der Gaisbergspitze haben wir von den Naturfreunden auch eine Hütte. Das lässt sich wunderbar kombinieren. Ich besuche die Rauchenbühelhütte, das ist dann immer halb privat, halb dienstlich.

Als Geschäftsführer der Salzburger Naturfreunde kennst du Salzburg ja sehr genau. Von wo hat man deines Erachtens den besten Ausblick?

Den hat man natürlich vom Gaisberg.

Gibt es spannende und unbekannte Stellen in Salzburg, die man unbedingt besuchen sollte?

City Wall! Ist so! In der Panoramaleiter durchlebst du die großen Emotionen. Anfangs hängen die Leute in der Leiter und sind ängstlich. Dann schaffen sie es bis ganz hinauf und rufen laut „Wow, ist das klasse!“. Das hat so einen unglaublichen Mehrwert, weil du es dir entsprechend erarbeiten musst.

Aber auch sonst gibt es so viele tolle Blickwinkel. Ich finde Salzburg grundsätzlich sehr schön. Zum Beispiel die Stadtalm am Mönchsberg – es gibt hinter dem Gastraum ein Stüberl. Dort ist ein riesiges Panoramafenster. Der Blick ist der Wahnsinn! Du sitzt da und schaust direkt in die Getreidegasse.

Welche Klettermöglichkeiten gibt es in Salzburg?

Allen voran natürlich die City Wall! Die ist ein Klettersteig, weil sich in der Wand bereits das Stahlseil befindet. Man kann einfach darauf losklettern. In Mülln gibt es am Mönchsberg aber auch noch eine Toprope-Route. Dort sind nur die Haken vorbefestigt. Das heißt, einer klettert voraus und macht den Vorsteg, der andere sichert. Beim Umlenker hängst du das Seil ein und fährst nach unten. Dann ist Toprope-Klettern möglich. Oberhalb vom Neutor auf der Maxglaner Seite gibt es noch eine relativ anspruchsvolle Geschichte. Den Zugangsschlüssel dafür holt man sich beim Alpenverein.

Hast du noch weitere Empfehlungen für uns?

In der Stadt Salzburg gibt es in Itzling einen Kletterturm im Freien. Wer es lieber in der Natur mag, ist mit dem Gaisberg bestens beraten. Wenn man am Gaisberg-Rundwanderweg von der Zistel reingeht, ist dort eine extrem lange Panoramabrücke. Danach kommt hinter den Bäumen eine Felswand und dort drinnen ist es wirklich toll. Man kann da sogar Alpinklettern.

Ein großes Anliegen hat der Naturfreund noch: Vom 1. März bis 30. Juni ist die City Wall wegen Vogelbrutzeit gesperrt!

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