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Portraits

Die zauberhafte Welt der Anna Travaglia

Im Salzburger Marionettentheater liegt Magie in der Luft: Kunstvoll handgefertigte Figuren erwachen zum Leben und entführen das Publikum in eine faszinierende Miniaturwelt. Anna Travaglia steht über den Schnüren und ihre Begeisterung ist ansteckend!

Die Leidenschaft zum Puppenspiel liegt Anna Travaglia im Blut. Bereits als Kind führte sie mit ihrer Familie die ersten Stücke mit Handpuppen auf. Mit 18 wollte Anna eigentlich in Venedig Theatergeschichte und Kunst studieren. Während des Studiums besuchte sie aber häufig Puppentheatervorstellungen und fand zurück zu ihrer großen Liebe, den Marionetten. Zufällig hörte sie eines Tages das Gespräch eines Salzburger Journalisten, der in der Reihe hinter ihr das Marionettentheater pries. Das ist seit 2016 sogar immaterielles Kulturerbe. Anna machte Nägel mit Köpfen und bewarb sich direkt in Salzburg.

Wo und wie hast du das Puppenspiel gelernt?

Am Salzburger Marionettentheater! Das ist fast wie eine Akademie: Du hast zwar Talent, fängst aber bei null an und lernst von den erfahrenen Kollegen. Puppen sind überall anders, jedes Theater hat seine eigene Technik. In Salzburg gibt es das Kreuz mit einem Dreieck für den Kopf und eine Stange für die Hände. Ich war auch für drei Monate als Gast bei der Ernst-Busch-Schule in Berlin. Die haben eine Fakultät für Puppenspiel.

Hast du einen Favoriten unter den Marionetten?

[Lacht] Ich glaube, jeder von uns hat eine Lieblingspuppe. Ich habe eine Leidenschaft für Tiere. Deshalb gefällt mir ganz besonders eine kleine Eule, die bei „Schneewittchen“ spielt. Aber auch die Puppe von Pamina finde ich magisch und sehr mysteriös.

Was sind die Herausforderungen des Puppenspiels und seine Besonderheiten?

Die Beziehung zu den Kollegen ist anfangs schwierig und später spannend. Wir spielen alle physisch sehr nahe. Hat man diese Grenze einmal überschritten, ist die Familiarität etwas sehr Schönes. Ich finde es außerdem immer faszinierend, mit der Puppe die Balance zwischen Geste und Tanz zu finden. Dabei geht es nicht um Kopf oder Technik – es ist das Gefühl, das zählt! Wenn dann im Spiel die Verbindung mit den anderen Puppen und Kollegen entsteht, ist alles noch sehr viel magischer.

Was ist dein Lieblingsstück und welches sollten sich Salzburg Besucher keinesfalls entgehen lassen?

„Die Zauberflöte“ berührt mich immer, aber auch der „Der Nussknacker“! Überhaupt sind Musik und Puppen eine Kombination, die wunderbar funktioniert. Ich achte immer darauf, welchen Charakter die Besucher haben. Gerne empfehle ich auch „The Sound of Music“.

Ist der alte Charme des Marionettentheaters nicht nur im barocken Zuschauerraum sondern auch hinter der Bühne zu spüren?

Sicher! Wir laden Besucher immer wieder ein, einen Blick auf die Hinterbühne zu werfen. Übrigens auch während des Spiels, weil es dort total anders ist! Wir bewegen uns wie die Verrückten und es entsteht ein Rhythmus, in dem jeder weiß, was zu tun ist. Wenn dann ein größerer Fehler passiert, dann stoppt diese Gleichmäßigkeit manchmal. Die Kunst ist es, da wieder hineinzufinden.

Was gefällt dir an Salzburg am besten?

Die Umgebung, ich liebe die Berge. Ich war schon als Kind immer oben und bin ein absoluter Bergmensch. Salzburg ist zwar eine kleine Stadt, aber dafür begegnet man sich viel häufiger. Das gibt einem das Gefühl von Geborgenheit.

Hier geht es zu weiteren Infos sowie zu den Preisen und dem genauen Spielprogramm!

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