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Portraits

Felix Gmachl und seine Welt des Bieres

Ehrlich, echt und süffig – so präsentiert sich der Neuzugang unter den Salzburger Bieren. Unter dem einfachen und doch klingenden Namen „Salzburger“ hat Felix Gmachl, Braumeister der Salzburger Weissbierbrauerei, ein spritziges Märzen kreiert. Ein Interview mit dem 30-Jährigen über seine neueste Kreation.

Welches Bier versteckt sich hinter dem vielversprechenden Namen Salzburger?

Den besonderen Charakter soll bereits die Aufmachung ausdrücken, und die soll die Menschen direkt ansprechen. Der Geschmack ist einzigartig und kaum vergleichbar: mit einem sehr schlanken Körper, abgerundet durch eine dezente Hopfenblume.

Warum ausgerechnet ein Märzenbier?

Märzen ist der beliebteste Bierstil bei den Österreichern und wird mit knapp 70 Prozent am Gesamtbierausstoß konsumiert. Klar, dass diese Sorte fest in der Hand der großen Industriebrauereien ist. Die kleineren Kreativen haben hier keinen Markt gesehen und sind eher in die Richtung des etwas spezielleren Craft Beers gegangen. Mein Zugang war hier ein anderer: Ich wollte ein sehr süffiges Bier mit hoher „drinkability“, das durchaus dazu anregt, ein zweites zu trinken. Das Thema Hopfen und vor allem auch Hopfenaroma sollte stärker in das Märzen eingebaut werden. So ist es uns gelungen, eine besonders angenehme, aber dezente Hopfenblume in unser Endprodukt zu integrieren.

Wo und wie entsteht das „Salzburger hell“?

Gebraut wird in der Salzburger Weissbierbrauerei, der ältesten Weissbierbrauerei Österreichs. Letztes Jahr wurde die Brauerei erneuert, und im Zuge dessen wurde ein untergäriger Tankkeller angepasst, der es uns erstmalig ermöglicht, ein regionales, untergäriges Märzenbier für die Salzburger zu produzieren.

Ein Bier für die Salzburger?

Genau, die Zielgruppe sind ganz klar die Salzburger. Aber natürlich auch alle, die ein ehrlich gebrautes, süffiges Märzenbier aus einer Handwerksbrauerei schätzen.

Wo liegt für Sie im Braubereich der Unterschied zwischen Handwerk und Industrie?

Mir sind hochwertige Rohstoffe aus Österreich und der Region sehr wichtig, aber genauso wichtig ist es, dem Bier Zeit zu geben. Unser Märzen reift bis zu zehnmal länger als das in der Industrieherstellung. Diesen „Luxus“ leisten wir uns, denn genau das macht für mich den Unterschied aus.

Gscheit, sexy, echt oder frech?

Der Name Salzburger ist bei einer lustigen Stammtischrunde entstanden. Wir wollen aber keine Werbebotschaft diktieren, sondern unseren Konsumenten durch den freien Platz am Etikett die Möglichkeit geben, „ihr“ Bier zu gestalten. Es muss also nicht immer gscheit, sexy, echt oder frech sein.

Das „Salzburger“ in drei Worten?

Salzburgerisch, handwerklich, ehrlich.

Interview: Alexandra Hawel (Top of Salzburg)

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