zum Inhalt zum Hauptmenü zu den Kontaktinformationen
zum Inhalt zum Hauptmenü zu den Kontaktinformationen
Schauplätze

Großer Bahnhof

Es ist immer wieder schön, in Salzburg anzukommen. Seit 2015 vielleicht am allerschönsten: mit der Bahn. Nach dem bravourös gelungenen Umbau ist der Hauptbahnhof per se schon eine Reise wert.

Zunächst wurde ausgiebig getüftelt, dann sieben Jahre lang – von 2008 bis 2014 – in mehreren Etappen restauriert, umgebaut und erweitert. Der alte Kopfbahnhof verwandelte sich Schritt für Schritt in einen der modernsten Durchgangsbahnhöfe Österreichs - keine Kleinigkeit bei laufendem Betrieb. Und das bedeutet immerhin täglich rund 500 Züge und 25.000 Fahrgäste.

Symbiose mit Piff

Die Bahnkunden haben die Baustelle mit Fassung genommen und dürfen sich heute über die gelungene Symbiose von historischer und hochmoderner Architektur freuen. Die behutsam restaurierte alte Stahl-Dachkonstruktion an den Bahnsteigen fügt sich nach den Plänen von kadawittfeldarchitektur symbiotisch in die „geflügelte“ neue Dachlandschaft ein. Genauso stimmig ist die Verbindung zwischen der revitalisierten Jugendstilhalle und den modernen Passagen, die den durchgehend barrierefreien Bahnhof nun nach drei Seiten mit der Stadt verbinden - in Richtung Rainerstraße respektive Innenstadt, zum Südtiroler Platz vor dem Haupteingang und nach Schallmoos.

Dieser helle Durchgang zum Stadtviertel auf der Rückseite des Bahnhofs hat sich in kürzester Zeit zum Liebling der Salzburger gemausert; nicht nur weil sich ein kühner Dachflügel über den neuen Zugang schwingt, sondern weil hier auch ein wesentliches Plus für die Fahrrad-Stadt Salzburg entstanden ist. Das neue Entree beherbergt eine moderne Bike & Ride-Station für 600 Fahrräder.

Für die gelungene Verknüpfung von historischer Substanz und moderner Architektur gab es bereits mehrere Auszeichnungen, darunter den Staatspreis für Design. Cafés und Bäckereien, Buchhandlung und Blumengeschäft sind attraktive Begleiterscheinungen des neuen Bahnhofs. Gleich neben der Halle wird im Restaurant „Johann“ gutbürgerliche Küche serviert.

Für 2017 ist zum guten Schluss noch die Umgestaltung des Südtiroler Platzes vor dem Haupteingang geplant – mit Kiss & Ride-Zone, einem neuen Brunnen, modernen Fahrradabstellplätzen und regelmäßigen Kultur-Events. Bereits etabliert ist das jährliche Festival „Take the A-Train“ Mitte September, das spielerisch musikalische Grenzen überwindet - von feinsten Jazz-Tönen über schräge Sounds und World Music bis hin zu Swing und Brass.

Kaiserin „Sisi“ in Salzburg

Wie so oft in Salzburg spielt auch am Bahnhof die Historie ins Heute hinein; in diesem Fall sogar in kaiserlich-königlicher Gestalt. Der Salzburger Hauptbahnhof wurde 1860 eröffnet und gehörte ursprünglich als Grenzbahnhof zur Kaiserin-Elisabeth-Bahn. Die so genannte Weststrecke führte von der Habsburger-Hauptstadt Wien über Linz und Salzburg bis nach Bayern. Eine schicke Angelegenheit waren Bahnreisen damals, entsprechend auch die Hotels und Restaurants in der direkten Umgebung, allen voran das mondäne Hôtel de l’Europe, das fünf Jahre nach dem Bahnhof inmitten einer großzügigen Parkanlage errichtet wurde. Nicht von ungefähr trägt das Bahnhofsviertel den Namen Elisabeth-Vorstadt. Eine Statue der berühmten Kaiserin „Sisi“ steht seit 2002 wieder vor dem (neuen) Hotel Europa und erinnert an die Namenspatronin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kategorien

Inspiration