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Stadterlebnis

Zwischen Weihnachtskitsch und gelebtem Brauchtum

Der Advent lässt in Salzburg Herzen höher schlagen. Die Kombination aus kulinarischen Schmankerln, traditionellen Brauchtumsveranstaltungen und winterlichen Outdoor-Aktivitäten ist für viele ausschlaggebend, ein Wochenende in der Mozartstadt zu verbringen. Wir verraten euch, was man alles in 48 Stunden Salzburg gesehen haben muss.

Von luftigen Höhen und singenden Hirten

Ein Brunch mit Aussicht? Was kann es Schöneres geben. In der Stadt gibt es mehrere Möglichkeiten bei Kaffee und Rührei die Stadt „von oben“ zu bestaunen. Unser Geheimtipp für einen gelungenen Start in den Tag ist der Brunch im Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg. Dort hat man nicht nur einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt, Schleckermäulchen werden ebenso mit regionalen Köstlichkeiten aus der Küche des Gastgeberpärchens verwöhnt. Ob Räucherfisch aus Grödig oder frische Milchprodukte aus Anthering, für Jeden gibt es die passende Leckerei. Für all diejenigen, die sich dem Zauber des Franziskischlössls nicht so schnell entziehen können, wartet der Adventmarkt hoch über den Dächern der Altstadt auf seine Besucher.

Nach einigen kulinarischen Höhepunkten geht es hinunter in die Altstadt. Am Mozartplatz wartet eine perfekt präparierte Eislauffläche auf Anfänger und Profis. Für ein paar Euro können sich Outdoor-Begeisterte hier ihren persönlichen Eislauftraum erfüllen. Und wem die Kufen der Schlittschuhe unheimlich sind, der gönnt sich einen Glühwein und beobachtet das sportliche Treiben von einem der Zuschauerplätze am Rand des Eislaufplatzes.

Einen Katzensprung weiter, auf dem Gelände des Dom- und Residenzplatzes, ist der Salzburger Christkindlmarkt beheimatet. Als einer der ältesten Adventmärkte der Welt versprüht er eine besonders vorweihnachtliche Stimmung. Die über 100 Stände tun ihr Übriges: Von schmiedeeisernen Dekorationsengeln über Gewürzmischungen und selbstgemachten Likören findet man so manches Weihnachtsgeschenk für seine Lieben. Hungrige lassen sich eine deftige Bosna oder einen süßen Kaiserschmarren schmecken und genießen vom ersten bis zum letzten Bissen den atemberaubenden Blick auf die Festung Hohensalzburg.

Nach dem geselligen Treiben in der Altstadt braucht der eine oder andere vielleicht etwas Ruhe. Die zahlreichen Salzburger Adventsingen schaffen Abhilfe und ziehen seit über 70 Jahren Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Egal ob im Großen Festspielhaus, in der Kirche St. Andrä oder in der Großen Aula der Universität; vorweihnachtliche Lieder und Weisen stehen im Mittelpunkt der alljährlichen Adventveranstaltungen. Und mit der Nacherzählung der Weihnachtsgeschichte neigt sich der erste ereignisreiche Tag in Salzburg langsam dem Ende zu.

Tradition, Kontemplation und Dekoration geben den Ton an

Nach einem ausgiebigen Frühstück fangen wir dort an, wo wir am Abend zuvor aufgehört haben – mit Besinnung. Wir besuchen die Franziskanerkirche im Herzen der Altstadt. Bereits am Eingang werden wir auf eine Besonderheit der Kirche aufmerksam: die Asylhand. Laut Überlieferung bekommt jeder der sie berührt, Einlass in die Kirche, egal ob schuldig oder nicht. Im Innenraum des Gotteshauses genießen wir einen Moment der Ruhe. Einen Moment der Stille. Im hellen Kerzenschein der vielen Lichter können wir uns ganz unseren Gedanken hingeben, tief einatmen und sinnbildlich den Geist der Adventzeit spüren.

Nach dem Quäntchen Kontemplation in der Kirche machen wir uns auf den Weg quer durch den Klosterbezirk zum St. Peter Stiftskulinarium, dem ältesten Restaurant Mitteleuropas. Bereits vor dem Eingang erwartet uns die Weihnachtswunderwelt – wortwörtlich! Christbäume, Lichter, Kugeln und Rentiere versetzen uns schnell in weihnachtliche Stimmung. Drinnen verzaubert uns das ehrwürdige Gebäude mit seiner spannenden Geschichte und einem Essen, das den Advent spürbar schmecken lässt.

Gestärkt und voller vorweihnachtlicher Eindrücke geht es weiter über Dom- und Residenzplatz zum Salzburger Weihnachtsmuseum. Hier werden in elf unterschiedlichen Themenbereichen weihnachtliche Kunstfiguren aus den Jahren 1840 bis 1940 liebevoll drapiert zur Schau gestellt. Ein kurzer Ausflug in die Welt der Feste und adventlichen Veranstaltungen zwischen Advent und Neujahr runden die Ausstellung ab. Mehr Einstimmung auf Weihnachten geht wohl kaum. Unser Tipp für alle Advent-Verrückten: Besucht das beinahe ganzjährig geöffnete Museum doch einmal im Sommer bei 30 Grad oder im Herbst, wenn die Blätter fallen.

Am späten Nachmittag geht es hinaus nach Hellbrunn. Genauer gesagt zum Hellbrunner Adventzauber, der in der romantischen Kulisse des Schlosses seine Besucher begeistert. Neben Kunsthandwerk und süßen Köstlichkeiten bietet der Markt vor allem für Kinder so manche Überraschung. Ein Streichelzoo, eine Kinderbackstube sowie Würstelgrillen am Lagerfeuer bringen zahlreiche Kinderaugen zum Leuchten. Anfang Dezember und in den Rauhnächten kommen Krampusse und Perchten aus der Stadt und den Gauen zu einem schaurigen Brauchtumsspektakel zusammen. Die handgeschnitzten Masken, die schweren Glocken und langen Ruten lehren auch manchem Erwachsenen das Schaudern. Und so gesellt sich zur Begeisterung für das Brauchtum auch eine gesunde Portion Respekt.

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