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Schauplätze

Entdeckertour durch den Salzburger Dom

Mitten in der Stadt steht er. Er zeugt von Geschichte, von Macht und vom Glauben. Aus keiner Himmelsrichtung ist er zu übersehen. Und egal, ob als Bühne im Sommer oder romantische Kulisse im Advent – der Salzburger Dom ist neben der Festung wohl das beeindruckendste Gebäude Salzburgs. Wir haben uns schlau gemacht und präsentieren Ihnen sieben Facts, die Sie bestimmt noch nicht wussten!

Von der Kirchturmspitze bis unter die Erde verstecken sich im Salzburger Dom staunenswerte Details. Man muss nur die Augen aufmachen! Wir haben eine kleine Starthilfe für Ihre Entdeckertour:

Die Kritzeleien der Soldaten

Man kann sich vorstellen, dass die Fürsterzbischöfe immer eine große Leibgarde hatten. Immerhin waren sie mächtige Herrscher. Aber so ein Leben als Soldat konnte auch sehr langweilig sein. Vor etwa 370 Jahren kam einer der Soldaten während der Wache vor dem Dom auf die Idee, in den Marmor des Eingangs zu kritzeln. Und heute kann man diese Zeichnung – zugegeben, sie ist nicht einfach zu finden – immer noch sehen.

Die Eingangstüren und ihre Griffe

Glaube, Liebe, Hoffnung. Das kennt man. Und hier in Salzburg sind diese christlichen Tugenden als Bronzetore verewigt. Das mittlere Tor, die Liebe, ist etwas größer, weil die Liebe nun mal die Liebe ist. Auch ein zweiter Blick lohnt sich – die Türgriffe auf der Innenseite stellen die Bischöfe Rupert und Virgil dar.

Glocken mit Rang und Namen

Sieben Glocken zählt das Geläut des Doms. Sechs davon hängen im Südturm, das sind die kleineren. Im Nordturm findet man die Größte und Lauteste. Diese trägt den Namen Salvator und ist nach der Pummerin im Wiener Stephansdom die zweitgrößte Glocke in ganz Österreich. Auch die sechs anderen Glocken haben Namen: Rupertus, Maria, Josef, Virgil, Leonhard und Barbara, das ist die kleinste. Das Geläut aller Glocken zusammen ist das größte im süddeutschen Sprachraum.

Jesus auf dem Giebel des Doms

Die vier mächtigen Figuren am Eingang des Doms fallen auf den ersten Blick auf. Es sind die Bischöfe und Patrone Rupert und Virgil sowie die Apostel Petrus und Paulus. Eine Etage höher sieht man die vier Evangelisten, über dem Mittelfenster sind es zwei Engel, auf dem Giebel sind es die Statuen von Moses und Elias. Ganz oben und zentral platziert ist es Jesus, in der linken Hand eine Weltkugel, mit der rechten segnet er. Salvator Mundi wird er genannt – Retter der Welt.

Das Taufbecken

Viele wissen, dass Wolfgang Amadeus Mozart hier im Dom getauft wurde. Aber nicht nur er! Auch Joseph Mohr – Texter von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ – wurde diese Ehre zuteil. Etwas traurig ist die Tatsache, dass sein Taufpate Franz Wohlmuth war, der letzte Henker Salzburgs. Noch trauriger, dass er nicht mal selbst zur Tauffeier kam, sondern sich vertreten ließ.

Vanitas in der Krypta

Man mag von Gruften und Kryptas halten, was man mag. In Salzburg lohnt sich der Weg hinab jedoch doppelt. Nicht nur bekommt man die Gräber der Erzbischöfe zu sehen, die Lichtinstallation „Vanitas“ von Christian Boltanski ist Teil des Walk of Modern Art und bringt die unheimliche und doch beruhigende Stille der kühlen Krypta beeindruckend zur Wirkung.

Eine schiefe Kuppel

Wer genau hinschaut – und man sieht es am besten vom Mirabellgarten – erkennt, dass die Kuppel nicht ganz symmetrisch ist. Nach dem Bombenschaden 1944 wurde die Kuppel neu gebaut. Die Feuertreppe hätte man außen an das Bauwerk geben können - man entschied sich aber dazu, sie unter der Kuppel zu „verstecken“. Daher sieht das wache Auge, dass die Domkuppel rechts einen Bauch hat. 

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