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Schauplätze

Kristallklare Durstlöscher: die Trinkbrunnen in Salzburg

Für alle frei zugänglich und kostenlos fließt aus 24 Brunnen in der Stadt Salzburg feinstes, kristallklares Gebirgswasser. Die Trinkwasserbrunnen mit ihrem „Untersberg-Champagner“ sind besonders in den wärmeren Monaten ein echter Hotspot in der Stadt.

48 Brunnen gibt es insgesamt in der Stadt Salzburg, einige davon stehen unter Denkmalschutz. Dazu zählen auch so Berühmtheiten wie der Residenzbrunnen, die Pferdeschwemme am Kapitelplatz oder der Florianibrunnen am Alten Markt. Aber auch einige der weniger großen, teils sogar etwas versteckten Brunnen lohnen ein genaueres Hinsehen. Denn 24 von ihnen haben ein besonders kostbares Innenleben – aus den Trinkwasserbrunnen sprudelt kristallklares Gebirgswasser, direkt vom Untersberg. Wir haben uns einige davon angesehen.

Wunder-voll: der Erhard-Brunnen

Wir spazieren die alte Nonntaler Hauptstraße entlang bis zur Pfarrkirche St. Erhard. Direkt am Sockel dieser Kirche blickt uns ein kleiner Löwenkopf entgegen – aus seinem Maul sprudelt frisches Wasser und sammelt sich in der Marmorschale darunter. Dieser Wandbrunnen stammt aus dem späten
17. Jahrhundert und wurde vor allem von den Dienstboten des Domkapitelspitals St. Johann in Stubenberg genutzt, das sich neben der Erhard Kirche befand. Das Domkapitelspital hatte sich der Armen- und Krankenfürsorge verschrieben. Man erzählte sich bis ins 19. Jahrhundert, dass das Wasser des barocken Erhard-Brunnens Wunder wirken könnte und heilende Kräfte besäße.

Geschichtsträchtig: der Löwenkopf-Brunnen

Am Ferdinand-Hanusch-Platz, auf der linken Salzachseite unweit der Getreidegasse, besichtigen wir einen weiteren sehr eindrücklichen Vertreter seiner Gattung: den Löwenkopf-Brunnen. Ursprünglich war der schöne Löwenkopf Teil eines größeren Pumpbrunnens im Kaiviertel: ein Hausbrunnen, der bereits im Spätmittelalter als Trinkbrunnen genutzt wurde. Nach der Ausdehnung der Stadt im 14. Jahrhundert konnten die vorhandenen Hausbrunnen den Bedarf der Bürger nicht mehr decken und mussten nach und nach öffentlichen Brunnen weichen. So wurde auch der Pumpbrunnen im Kaiviertel aufgelassen, der schöne Löwenkopf jedoch blieb erhalten. Er wechselte vielfach den Besitzer, bis er 1926 schließlich die Hausmauer des Fischgeschäfts „Fisch Krieg“ zierte, wo er bis heute zu bewundern ist.

Modern: die neu(er)en Trinkwasserbrunnen

Hübsch anzusehen ist auch der Entenbrunnen im Nonntaler Schanzlpark. Die Bildhauerin Hilde Heger zeichnet für diesen schönen Trinkwasserbrunnen verantwortlich – sie hat in Salzburg 21 Werke geschaffen, unter anderem den berühmten Papageno vom Papagenobrunnen im Kaiviertel. Eine fesche Kombination aus Historischem und Neuem hat der Blasiusbrunnen am Bürgerspitalsplatz zu bieten. Die Brunnenschale wurde 1956 im Zuge von Bauarbeiten in der Münzgasse entdeckt, die Skulptur stammt von Bildhauer Walter Meierhofer aus dem Jahr 2000. Am Ende unseres Rundgangs landen wir bei einem der jüngsten Trinkwasserbrunnen in der Salzburger Altstadt: dem Brunnen am Anton-Neuymar-Platz. Direkt vor dem Republic Café versorgen wir uns an diesem Trinkwasser-Würfel aus Granit mit feinstem Gebirgswasser. Gesteuert wird der Brunnen übrigens per Sensor. So kann sich jedermann zu jeder Zeit an kristallklarem Trinkwasser erfreuen und erfrischen – mitten in der Salzburger Altstadt.

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