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Schauplätze

Eine Führung durch die Festspielhäuser

Haus für Mozart, Felsenreitschule oder Großes Festspielhaus – die Spielstätten der Salzburger Festspiele sind auf der ganzen Welt bekannt. Dabei sind sie mit ihrer langen Historie weit mehr als nur Bühnen – sie geben vielmehr außergewöhnlichen Produktionen den perfekten Rahmen. Kommen Sie mit auf eine Führung durch die Festspielhäuser und werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen und in die Vergangenheit.

Funkelndes Kunstwerk und alte Reithalle  

Momentan ist es ruhig im Foyer des „Haus für Mozart“. Zur Festspielzeit schreiten Menschen aus der ganzen Welt durch diese Räume. Als wir der Gruppe der öffentlichen Führung folgen, der wir uns heute angeschlossen haben, werden unsere Blicke von einem glitzernden Kunstwerk angezogen. Mitten im Foyer, hinter einer 17 Meter hohen Wand aus vergoldeten Lamellen, blitzt ein komplett aus Swarovski-Kristallen geschaffener Mozartkopf hervor. Wie tausend kleine Diamanten funkeln die präzise geschliffenen Kristalle und bereiten den Besuchern des „Haus für Mozart“ einen eindrucksvollen Empfang. Im Inneren der berühmten Spielstätte, wo heute unter anderem Stücke des Namensgebers Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt werden, trainierte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert die österreichische Kavallerie – damals war hier die Winterreitschule beheimatet. Und in den Anfangsjahren der Festspiele tanzte und feierte der berühmte „Jedermann“ noch in der alten Reithalle, die mittlerweile umgebaut und modernisiert wurde.

Spielstätten mit facettenreicher Vergangenheit und mystischem Flair

Viele spannende Geschichten könnte wohl auch die „Felsenreitschule“ erzählen. Ein mystisches Flair umweht diese einzigartige Spielstätte, deren steinerne Arkaden direkt in den Mönchsberg geschlagen wurden. Während wir an den Sitzreihen vorbei in Richtung Bühne schlendern und die fast magische Atmosphäre dieser besonderen Bühne genießen, gibt unser Guide Anekdoten aus der Gründungszeit der Felsenreitschule zum Besten. Etwa, dass Mitte des 17. Jahrhunderts hier bis zu 180 Pferde trainiert wurden – für den Kampfeinsatz und zur Unterhaltung. Wir lassen uns auf einem der Sitze nieder. Wie es wohl damals aussah, als vor dem felsigen Hintergrund Reiter mit ihren Pferden elegante Pirouetten zur Unterhaltung des Erzbischofs einstudierten? Schon marschiert unsere Gruppe weiter in den nächsten Raum und wir beeilen uns, aufzuschließen. Mitten im „Karl-Böhm-Saal“ hat sich bereits eine kleine Menschentraube um den Guide gebildet, der in Richtung Decke gestikuliert. Das pompöse Deckenfresko des Saals, der vor allem als Pausensaal genutzt wird, trägt den Titel „Das Türkenkopfstechen“ und erinnert an die Türkenbelagerung vor Wien. Wir folgen der Gruppe quer durch den Saal zum Ausgang und sind froh, dass diese Zeiten lange hinter uns liegen.

Eine große Bühne für große Momente

Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und schon sind wir an unserer letzten Station angekommen: dem „Großen Festspielhaus“. Wir lassen den Anblick der imposanten Opernbühne, die zu den größten der Welt zählt, auf uns wirken: Hier ließen bereits Herbert von Karajan oder Riccardo Muti von erstklassigen Orchestern zauberhafte Klangteppiche in die Luft weben. Begnadete Sänger wie Plácido Domingo oder Anna Netrebko erhoben hier schon ihre Stimmen und entführten die Gäste in faszinierende Welten – bis heute. Als abschließendes Highlight der Führung durch die Festspielhäuser begleitet uns unser Guide noch hinter die Bühne. Emsige Betriebsamkeit empfängt uns an der Hinterbühne, wo opulente Bühnenbilder und bunte Requisiten auf ihren Einsatz warten. Und schließlich stehen wir auf den weltberühmten Brettern, wo der Jedermann das Publikum schon bald wieder mitnehmen wird in die Welt des wilden Lebemanns. Andächtig bleiben wir noch eine Weile, nehmen die Details in uns auf. Und wir stellen uns vor, wie sich der Vorhang in der Festivalsaison hebt und es heißt: Willkommen bei den Salzburger Festspielen!

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