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Stadterlebnis

Von einer die auszog, das moderne Salzburg zu finden …

Man kennt es: Salzburg ist Kirchtürme, Kultur-Hotspot und Klassik-Hochburg. Klar gibt es viel, viel mehr zu entdecken und zu erleben, aber unterm Strich kommt man immer irgendwie zu Barock und Bilderbuch zurück. Das wollte ich nicht einfach so akzeptieren – und hab mein smartes Phone eingepackt und mich auf die Suche gemacht nach der etwas anderen Seite der Stadt.

Erster Schritt: Googeln.

Was die Lupe des Sherlock Holmes und der scharfe Verstand einer Miss Marple früher waren, ist heute Google. Also gebe ich den Suchbegriff „Modernes Salzburg“ ein – und erhalte vor allem Einträge des Museum der Moderne. Na gut, denke ich, dann beginne ich halt am Mönchsberg meine Erkundungen. Nicht viele wissen, dass die Betonfassade des Bauwerks am Berg eigentlich eine versteckte Hommage an Mozart ist: Die Schlitze ergeben eine Arie aus der Oper „Don Giovanni“. Im Museum wird zeitgenössische Kunst ausgestellt, aber ich verbringe nicht gar so viel Zeit drinnen - denn um ehrlich zu sein, finde ich es draußen viel spannender. Vor dem Haus steht nämlich ein Stahlkegel, der sich herrlich als Fotomotiv anbietet. „Schlafendes Haus“ heißt er und wird tatsächlich allabendlich schlafen gelegt. Daneben ein begehbarer Turm? „Sky Tower“ steht auf einer roten Tafel. Und da werde ich aufmerksam auf etwas, das sich „Walk of Modern Art“ nennt. Noch einmal frage ich Google und erfahre, dass nur ein paar Schritte vom Museum ein weiteres Kunstwerk auf mich wartet. Und was für eines! Wunderschön! „Ziffern im Wald“ heißt es und wirkt auf mich mystisch und stark.

Zweiter Schritt: Wo ist die Kunst?

Dieser „Walk of Modern Art“ macht mich neugierig. Offensichtlich ging es darum, dass sich Jahr für Jahr ein internationaler Künstler in der Stadt einen Platz aussuchen durfte, um eine Installation dauerhaft aufzustellen. Ich lese von insgesamt 14 Kunstwerken etwa von Marina Abramovic, Anselm Kiefer oder Erwin Wurm. Mein nächstes Stichwort ist gefunden: „Kunst im öffentlichen Raum“. Das Internet listet mir sofort eine Reihe an Kunstwerken, die zwar nicht zum „Walk of Modern Art“ zählen, dennoch einen Blick wert sind. Für jemanden, der zu Beginn skeptisch war, in Salzburg je anderes als Kirchtürme und Klassik zu finden, bin ich nun vollkommen fasziniert.

Dritter Schritt: Wirken lassen.

Auf einer Webseite des Tourismusverbands stoße ich auf einen City Walk zum Thema „Creative Salzburg“. Dabei fällt mir auf, dass es so etwas wie Cluster gibt. Da das Wetter schön ist, entscheide ich mich, die Ansammlung an Kunst im Mirabellgarten zu erkunden. Diesen Garten kennt man: die Zwerge, aus dem Film „The Sound of Music“ und die schönen Fotomotive mit der Altstadt im Hintergrund. Auf meiner Erkundungstour entdecke ich viele Kleinigkeiten, die mir sonst wohl nicht aufgefallen wären: Die „Tänzerin“ etwa am Rosenhügel, den Museumspavillon oder die „Drei Musizierenden“. Ich lasse mich gemütlich auf einer Bank nieder, genieße den Blick auf die Stadt und die Sonne auf der Nase und ertappe mich dabei, dass ich mir alle Infos zu den Kunstwerken erlese. Wer hätte gedacht, dass sich hier so viel Modernes verbirgt in diesem Barockgarten, in dieser Barockstadt?

Vierter Schritt: Weitermachen.

Neben den Clustern bietet mir der City Walk auch Geheimtipps. Die werde ich auf jeden Fall auch noch besuchen. Den Hangar-7 muss man gesehen haben, das Café Cult im Künstlerhaus ist ein Lieblingsplatz einer Freundin und die Bilder vom Skulpturenpark im Schloss Arenberg machen Lust auf mehr. Ich freue mich, denn mit den Vorschlägen auf dem Routenplan habe ich Plätze entdeckt, die mir nicht bekannt waren und zugleich erlebe ich die Stadt komplett neu.

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