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Stadterlebnis

Willkommen im Winterwunderland

Zauberhafte Ruhe im winterlichen Wald, tierische Wegbegleiter und eine zünftige Rodelpartie – bei einem Spaziergang über den verschneiten Mönchsberg gehen Entspannung und Erlebnis einträchtig Hand in Hand.

„Walking in a winter wonderland…“. Der Klassiker aus den 1930-er Jahren begleitet uns in Gedanken, als wir über den verschneiten Mönchsberg streifen. Wir haben den Weg vom Herzen der Altstadt aus auf den Stadtberg gewählt: über den Toskaninihof und die Clemens-Holzmeister-Stiege. Jetzt schlendern wir, dick eingemummt, nordwärts in Richtung Neutor. Unser Atem bildet kleine Wölkchen, die in den verhangenen Himmel aufsteigen.

Ein Rendezvous mit der Stille

Am Aussichtsplatz direkt über dem Neutor bleiben wir stehen. Unter uns breitet sich die Mozartstadt aus – herrlicher als jede Postkartenansicht. Die historische Altstadt hat ihr schönstes Winterkleid angelegt. Die Hausdächer sind mit watteweißen Häubchen gekrönt und auch die Wiesen und Hänge rund um die Festspielstadt hat Frau Holle mit ihrer weißen Decke zugedeckt. Besonders intensiv erleben wir die Friedlichkeit und Stille hier, hoch über der Stadt.

Ein Stück vom Himmel

Wir spazieren gemütlich weiter – hie und da löst sich der Schnee von den Bäumen über uns und rieselt in kleinen, kristallinen Kunstwerken zu Boden. Apropos Kunstwerke: Wir wollen dem „Sky Space“ einen Besuch abstatten. Nur wenige Meter vom Museum der Moderne entfernt wartet dieser begehbare Kunstraum auf große und kleine Entdecker. 2006 im Rahmen des Kunstprojekts „Walk of Modern Art“ installiert, kann man seither in dem kleinen Gebäude in Form eines elliptischen Zylinders die Licht- und Farbvariationen des Himmels bestaunen. Denn der Sky Space ist nach oben hin geöffnet und erhält dank farblich changierendem Kunstlicht einen dreidimensionalen Charakter. Das visuelle Zusammenspiel von Natur, Architektur und Technik ist beeindruckend! Insgesamt 13 Kunstwerke dieses Projekts gibt es – verteilt auf die schönsten Plätze der Stadt Salzburg.

Spaziergang durch den winterlichen Zauberwald

Wir lassen uns Zeit, um dieses besondere Kunstwerk auf uns wirken zu lassen und setzen dann unsere kleine Wanderung fort. Plötzlich raschelt es vor uns. War das ein Uhu? Aber schon ist er wieder in den Bäumen verschwunden. Seit etlichen Jahren lebt ein Paar dieser seltenen Eulenart am Mönchsberg und zieht in den Mönchsbergfelsen seine Jungen groß. Ganz sicher sind wir nicht, ob wir eben tatsächlich einen dieser majestätischen Vögel gesehen haben. Mit Sicherheit lässt sich aber sagen, dass der Mönchsberg auch im Winter voller Leben ist – das beweisen die vielen Tierspuren im Schnee ganz deutlich. Wir schlendern weiter, am Horizont grüßt der majestätische Untersberg in seiner ganzen Pracht. Fast meinen wir, die Skifahrer erkennen zu können, die die anspruchsvolle siebeneinhalb Kilometer lange Skiabfahrt des Salzburger Hausberges hinunterwedeln.

Rodelspaß mitten in der Stadt Salzburg 

Seufzend reißen wir uns von diesem Anblick los – schön langsam werden unsere Finger kalt und der Winterwind dringt durch unsere Kleidung. Doch an der nächsten Station wird uns bestimmt wieder warm. Denn kurz bevor wir an der Nordseite des Mönchsbergs – bei Mülln – wieder in die Stadt hinuntergehen, legen wir einen Stopp auf der Wiese vor dem Johannes-Schlößl ein. Neben dem Krauthügel im Stadteil Nonntal ist die kleine Erhebung vor dem Gästehaus der Pallottiner im Winter ein beliebter Treffpunkt zum Schlittenfahren. Und tatsächlich haben sich auch heute einige Rodelbegeisterte eingefunden. Schon von weitem hören wir Kinder lachen und Erwachsene ihre Kids anfeuern. Ein fröhlicher Kontrast zu dem besinnlichen Spaziergang der hinter uns liegt. Wir stellen uns an den Rand der naturbelassenen Rodelpiste und verfolgen das lustige Spektakel. Rotwangige Kinder laufen lachend und hüpfend an uns vorbei, moderne Bobs oder traditionelle Schlitten hinter sich herziehend. Eine Gruppe Erwachsener hat eine Thermoskanne mitgebracht, eben werden Tassen umhergereicht. Und wie auf einen geheimen Befehl beginnt es in diesem Moment leicht zu schneien. Sachte trudeln dicke Schneeflocken zu Boden und zwei Kinder auf einem alten Schlitten juchzen. Fast schon kitschig denken wir, schauen uns an und lächeln. Wie im Winterwunderland, eben.

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