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Portraits

Musik im Blut : Gernot Haslauer

Er hat bereits für „Jedermann“ musiziert, eigene Formationen ins Leben gerufen und spielt in verschiedenen Ensembles. Der Salzburger Gernot Haslauer ist ein Vollblutmusiker, wie er im Buche steht. Das hat auch mit seiner Familie zu tun.

Musikerfamilie Haslauer

Man kann wohl getrost behaupten: Die Liebe zur Musik wurde Gernot Haslauer in die Wiege gelegt. Sein Vater spielt Posaune, seine Mutter regelmäßig zu Weihnachten die Zither. Und seine beiden älteren Brüder Heini und Bernd Haslauer beherrschen die Trompete. Die gesamte Familie Haslauer singt zudem sehr gerne – Bruder Heini leitet in seiner Freizeit den Salzburger Chor „Salto Vocale“. Da verwundert es nicht, dass Gernot bereits als Kind mit Musikinstrumenten in Berührung kam. Welches Instrument das damals genau war, daran kann sich Gernot nicht mehr erinnern; er war wohl einfach noch zu jung. „Wahrscheinlich habe ich auf das Familienklavier eingehämmert“, schmunzelt Gernot.

„Eigentlich wollte ich Baggerfahrer werden.“  

Wer jetzt aber denkt, Gernot hat von frühester Kindheit an von einer Karriere als Musiker geträumt, der liegt falsch. Sein Berufswunsch hätte konträrer kaum sein können. „Ich wollte Baggerfahren werden“, sagt der Salzburger und lacht. „Mein Vater hatte früher eine kleine Baufirma mit einer Baustelle. Da gab es immer haufenweise Werkzeug, Gruben und Sandhaufen. Der perfekte Spielplatz!“

„Miles Davis bringt´s mit zwei Tönen auf den Punkt.“  

Doch die Liebe zur Musik übertraf die Faszination von Bagger, Werkzeug und Co. „Weil meine beiden Brüder Trompete gespielt haben, wollte ich das natürlich auch“, sagt Gernot. „Später sind dann andere Instrumente dazugekommen, wie Kontrabass oder Posaune.“ Er schrieb sich an der Kunstuniversität Graz und an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz ein und studierte bis 2007 Kontrabass, Trompete und Komposition. Musikalische Vorbilder hat er viele, sagt Gernot. „Aber der Favorit war immer Miles Davis. Der braucht zwei Töne und bringt´s damit auf den Punkt.“

Jazz und Bühnenmusik  

Heute zählt Gernot selbst zu den gefragtesten Interpreten in der Mozartstadt, wo er als freischaffender Musiker lebt. Er spielt in eigenen Formationen wie der „Hausmusik for Coulin“ und wirkt zudem in Ensembles wie der „Lungau Big Band“ oder „Juvavum Brass & James Morrison“ mit. Bühnenmusikalisch ist er auch in mehreren Theaterproduktionen der Gruppe "theater ecce" mit dabei. Als Mitbegründer des "Jazzit Stage Orchestra" ist er auch im Salzburger Jazzit immer wieder anzutreffen. Gernot ist außerdem Mitglied beim „Ballaststofforchester Salzburg“, das sich auf die Film-, Tanz- und Unterhaltungsmusik der 1920er und 1930er Jahre spezialisiert hat. 2013 wurde er als Bühnenmusiker für die "Jedermann"-Produktion der Salzburger Festspiele engagiert.

Berg, Jazz und Camping Aigen

Eine Menge zu tun also für den Musiker. Aber was macht der 37-Jährige, wenn er einmal einen Tag frei hat? Hat er einen Lieblingsplatz in der Stadt Salzburg? „Ja, das ist das Camping Aigen, dort bin ich gerne“, sagt Gernot. Und auch ein perfekter Tag sieht für ihn sehr bodenständig aus: „An einem perfekten Tag bin ich untertags mit netten Menschen am Berg und genieße abends feine Jazz-Musik“, sagt Gernot und fügt schmunzelnd hinzu: „Oder ich mache sie selbst.“ Das liegt ihm einfach im Blut.

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