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Tischgesellschaft beim Jedermann am Salzburger Domplatz | © Salzburger Festspiele / Matthias Horn

Der Jedermann bei den Salzburger Festspielen

Der Jedermann ist fester Bestandteil der Salzburger Festspiele. Vor der einzigartigen Kulisse des Salzburger Doms wird das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ jedes Jahr aufgeführt. Im Zentrum der Tragödie steht der „Jedermann“, der kurz vor seinem Tod sein ausschweifendes Leben bereut und daraufhin von Gott begnadigt wird.

Die Entstehungsgeschichte des Jedermann

Hugo von Hofmannsthals Jedermann basiert auf der Tradition mittelalterlicher Mysterienspiele, insbesondere dem Everyman, einem englischen Mysterienspiel aus dem 16. Jahrhundert. Uraufgeführt wurde das Theaterstück am 1. Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schuhmann unter Max Reinhardts Regie. Er inszenierte auch die Premiere am 22. August 1920 bei den Salzburger Festspielen – die Geburtsstunde des Festivals. Mit der Ausnahme weniger Jahre wird der Jedermann seither jährlich bei den Salzburger Festspielen aufgeführt – als eindeutiger Höhepunkt.

Der Inhalt des Jedermann

Hofmannsthals Moralität erzählt eine nahezu universelle Geschichte: Gott schickt den Tod, um den reichen Lebemann Jedermann zu holen. Dieser wird in jener schweren Stunde von seinen Freunden, seinem Geld und seiner Buhlschaft verlassen. Erst nachdem er seine Verfehlungen bereut und sich zum Christentum bekennt, kann er mit dem Glauben und seinen guten Werken vor den göttlichen Richterstuhl treten.

Der Salzburger Domplatz als Freiluftbühne

Traditionell wird der Jedermann im Freien vor den Eingangsarkaden auf dem Domplatz aufgeführt. Ein Ort, der als Bühne und Kulisse wie geschaffen scheint für das religiöse Stück. In der abends effektvoll ausgeleuchteten Fassade fügen sich die Monumentalstatuen der Heiligen wie von selbst in das Bühnenbild. Mit diesem unvergleichlichen Ambiente kann die Schlechtwetter-Alternative, das Große Festspielhaus, leider nicht recht mithalten – trotz besserer Akustik.

Berühmte ‚Jedermänner‘ und Buhlschaften

Die Besetzung des Jedermanns liest sich seit jeher wie das Who’s Who der deutschsprachigen Theaterlandschaft. In der Titelrolle begeisterten schon Größen wie Klaus Maria Brandauer, Maximilian Schell oder der bisher längstdienende Jedermann Peter Simonischek. Die Buhlschaft gaben beispielsweise Christiane Hörbiger, Senta Berger oder Veronica Ferres.

Wegweisende Inszenierungen und Regisseure

Das ursprüngliche Regie-Konzept von Max Reinhardt schien bis 2001 so gut wie in Stein gemeißelt. Nur Leopold Lindtberg wagte daran zu rütteln. In der jüngeren Modernisierung des Stücks spielte etwa Christian Stückl eine tragende Rolle. Er führte ab 2003 auch Abendvorstellungen mit Kunstlicht ein. Eine bei Schaulustigen beliebte Neuerung von 2013 ist der Jedermann-Umzug vom Festspielhaus zum Domplatz vor der Vorstellung.

Jedermann - Besetzung

  • Peter Lohmeyer - Stimme des Herrn / Tod / Der Spielansager
  • Tobias Moretti  - Jedermann
  • Caroline Peters - Buhlschaft
  • Edith Clever - Jedermanns Mutter
  • Gregor Bloéb - Jedermanns guter Gesell / Teufel
  • Christoph Franken - Mammon
  • Mavie Hörbiger - Werke
  • Falk Rockstroh - Glaube
  • Markus Kofler - Der Koch
  • Helmut Mooshammer - Ein armer Nachbar
  • Michael Masula - Ein Schuldknecht
  • Martina Stilp - Des Schuldknechts Weib
  • Björn Meyer - Dicker Vetter
  • Tino Hillebrand - Dünner Vetter

Leading Team

  • Michael Sturminger - Regie
  • Renate Martin, Andreas Donhauser - Bühne und Kostüme

Kontakt

Kartenbüro der Salzburger Festspiele
Herbert-von-Karajan-Platz 11
5020 Salzburg, Österreich
Tel. +43 662 8045 500

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