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Die all-inclusive Karte für grenzenloses Sightseeing

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Ein Paar spaziert über den Residenzplatz im Frühling | © TSG Tourismus Salzburg GmbH / M. Kohlmayr

Barockstadt Salzburg

Elegante Fassaden, weite Plätze, große Gesten – Salzburgs Altstadt zieht jedes Jahr Besucher:innen aus aller Welt in ihren Bann. Der Barock prägt das Stadtbild bis heute: in den Kirchen, in der Architektur und in den fein gestalteten Details. Prächtige Bauwerke und das sorgfältig geplante Stadtbild verleihen der Stadt ihre einzigartige Atmosphäre.

Der Barock in Salzburg 

Der Barock ist eine Epoche der Kunst- und Kulturgeschichte, die Ende des 16. Jahrhunderts im Kirchenstaat Rom entstand. In der Zeit der Gegenreformation nutzte die katholische Kirche diesen Stil, um Gläubige zurückzugewinnen und ihren religiösen Einfluss zu stärken. Prächtige Bauten sollten die Menschen emotional ansprechen und den katholischen Glauben erlebbar machen. In Salzburg entstanden in der Folge zahlreiche repräsentative barocke Bauwerke wie der Dom und das Schloss Mirabell. Der architektonische Stil ist dramatisch und arbeitet stark mit Raum, Licht und Bewegung. Von der Grundstruktur bis zur Fassade und Umgebung sollten alle Elemente ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Dieses Konzept des Gesamtkunstwerks prägte auch das gesellschaftliche Leben. Feste, Zeremonien und konkrete Verhaltensregeln machten den Barock zu einer Zeit bewusster Inszenierung und Repräsentation. Dieses Lebensgefühl ist bis heute an vielen Orten Salzburgs spürbar – von den historischen Bauwerken bis hin zu den Salzburger Festspielen.

Die wichtigsten Fakten über den Barock in Salzburg

  • Der Barock entwickelte sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts aus der Epoche der Renaissance.
  • Die entscheidende Phase in Salzburg lag im 17. und 18. Jahrhundert, als große Teile der heutigen Altstadt im barocken Stil umgestaltet wurden.
  • Die Fürsterzbischöfe, die Salzburg barock umgestalteten, ließen sich vom Kirchenstaat Rom inspirieren.
  • Der Barock gilt als Zeitalter der Repräsentation, der Inszenierung und wirkungsvoller Gesamtkunstwerke.
  • Bis heute prägt der Barock das Stadtbild Salzburgs und ist in der gesamten Altstadt sichtbar.

Barocke Sehenswürdigkeiten entdecken

Die barocke Schönheit Salzburgs lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Eine Stadtführung bietet einen guten Einstieg und führt durch ein vielfältiges Angebot an Themen und Routen. Wer die historische Altstadt lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann den UNESCO-Walk via App entdecken. Bei Kindern ist der Zwergerlgarten mit seinen barocken Zwergen neben dem Schloss Mirabell besonders beliebt. Für Geschichts- und Kunstinteressierte ist das DomQuartier der perfekte Startpunkt, um in das vom Barock geprägte Salzburg einzutauchen. Bei einem Rundgang durch den Museumskomplex können unter anderem die barocken Prunkräume der alten Residenz sowie der Dom besichtigt werden.

Mit Musik und Kulinarik in den Barock eintauchen

Barockmusik findet man im Kontext der Salzburger Festspiele auf diversen Bühnen der Stadt, oft auch in barocken Locations. Besonders berühmt ist der „Jedermann“, der jedes Jahr im Sommer auf dem Domplatz aufgeführt wird. In der barocken Kollegienkirche finden ebenfalls immer wieder Musikveranstaltungen wie etwa die Ouverture spirituelle statt. Die Epoche lässt sich auch kulinarisch erleben, beispielsweise mit barocken Gerichten im Gasthof Goldgasse oder beim Mozart-Dinner im St. Peter Stiftskulinarium.

Barocke Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt

Bei schönem Wetter bieten sich in und um die Barockstadt Salzburg drei weitere Highlights für einen Spaziergang oder Halbtagesausflug an. Das Schloss Leopoldskron mit seinem Weiher ist von der Altstadt in etwa einer halben Stunde zu Fuß erreichbar. Das Barockschloss wurde als Drehort von The Sound of Music weltberühmt. Etwas weiter außerhalb des Stadtzentrums liegt das Schloss Klessheim, in dem sich das Casino Salzburg befindet. Ein weiteres barockes Ensemble ist die Wallfahrtskirche Maria Plain.

Was macht den Stil des Barock aus?

Der prunkvolle Barock entwickelte sich Ende des 16. Jahrhunderts aus der Renaissance. Während die Renaissance stärker bürgerlich geprägt war, entwickelte sich der Barock zur Kunst der Fürsten. Vor allem in katholischen Ländern diente er als Ausdruck von Macht und Glauben. In diesem Zusammenhang spielte auch der Absolutismus eine wichtige Rolle: Die Herrscher Europas nutzten die barocke Kunst und Architektur gezielt, um ihre uneingeschränkte Macht zu inszenieren. Ein klassisches Beispiel ist das Schloss Versailles in Frankreich. Unter Ludwig XIV. erreichte der Absolutismus dort seinen Höhepunkt. Das Schloss wurde zum architektonischen Symbol dieser Herrschaft.

Typisch für den Barock sind Symmetrie, geschwungene Formen sowie das starke Spiel mit Licht, Schatten und Emotion. Charakteristisch ist auch die Idee des Gesamtkunstwerks. Dabei verschmelzen Architektur, Malerei und Skulptur zu einem harmonischen Ensemble. Inhaltlich spiegelt die barocke Kunst die Widersprüche des Zeitalters wider. Lebensfreude und kultureller Aufschwung standen Krieg, Pest und Umbrüchen gegenüber. Diese Ambivalenz zwischen „carpe diem“ und „memento mori“ prägt das barocke Stadtbild Salzburgs bis heute.

Kirchlicher Einfluss in Salzburg

Zentral für die Entwicklung Salzburgs zur Barockstadt war seine politische und religiöse Stellung. Bereits in der Spätantike galt Salzburg als bedeutende Kulturstadt. Nach dem Abzug der Römer entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem wichtigen Bischofs- und später Erzbischofssitz. Der erste Erzbischof war Arn, der auf Wunsch von Kaiser Karl dem Großen von Papst Leo III. ernannt wurde. Zuvor wurde die Kirche von sogenannten Abtbischöfen geleitet, die sowohl Bischöfe als auch Äbte waren.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Salzburger Erzbischöfe zu mächtigen Fürsterzbischöfen. Sie vereinten geistliche und weltliche Macht und formten Salzburg zu einem eigenständigen Kirchenstaat. Der Reichtum aus Salz, Gold und Silber sowie die besondere Stellung innerhalb der katholischen Kirche ermöglichten die aufwendige barocke Umgestaltung der Stadt.

Barocke Bauherren und Baumeister

Als in Italien der Barock aufkam, regierte in Salzburg Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Durch seine Ausbildung in Rom und seine engen Kontakte zum Kirchenstaat lernte er die dortige Bau- und Kunstkultur kennen und machte sie zum Vorbild für Salzburg. Als Kunstsammler und bedeutender Bauherr holte er renommierte Baumeister in die Stadt und legte damit den Grundstein für das barocke Stadtbild. Seine Nachfolger setzten diese Entwicklung fort. Sie errichteten neue Bauwerke, gestalteten bestehende um und vollendeten zahlreiche Projekte – wie etwa das Schloss Altenau, heute Mirabell, und den Dom. So entstand das Salzburg, das bis heute als „Rom des Nordens“ bekannt ist.

FAQ Barockstadt Salzburg

Wann entstanden die barocken Bauwerke in Salzburg?

Der Barock ist eine Epoche der Kunst- und Kulturgeschichte, die Ende des 16. Jahrhunderts im Kirchenstaat Rom entstand. Die entscheidende Phase in Salzburg lag im 17. und 18. Jahrhundert, als große Teile der heutigen Altstadt neu errichtet oder im barocken Stil umgestaltet wurden.

 

Welche barocken Sehenswürdigkeiten sollte man in Salzburg sehen?

Zu den wichtigsten barocken Highlights zählen der Salzburger Dom, die Residenz und der Residenzplatz. Auch Schloss Mirabell mit dem Mirabellgarten sowie die Dreifaltigkeitskirche und die Kollegienkirche gehören dazu. Weitere Beispiele sind der Kajetanerplatz mit der Pferdeschwemme, die Kajetanerkirche, die Kapitelschwemme und die St.-Markus-Kirche. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf Bauwerke außerhalb der Altstadt. Dazu zählen Schloss Leopoldskron, Schloss Klessheim und die Wallfahrtskirche Maria Plain.

 

Welche barocken Sehenswürdigkeiten sind bei Familien mit Kindern beliebt?

Bei Familien ist der Mirabellgarten mit seinem Labyrinth und dem Zwergerlgarten besonders beliebt.
 

Ist Salzburg für einen Barock-Spaziergang geeignet?

Ja, viele barocke Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander und lassen sich besonders in der Altstadt und im angrenzenden Stadtgebiet gut zu Fuß erkunden. Stadtwanderungen wie der UNESCO-Walk oder der Kirchenstadt-Walk führen zu zahlreichen Highlights der Barockstadt Salzburg.
 

Gibt es heute noch barocke Traditionen in Salzburg?

Ja, gibt es. Die Salzburger Festspiele entstanden zwar erst im 20. Jahrhundert, greifen jedoch barocke Elemente wie Inszenierung, Wirkung und die Nutzung historischer Plätze auf. Zudem gibt es Veranstaltungen mit Barockmusik oder in barocken Kulissen. Aufführungen vor Schauplätzen wie dem Domplatz knüpfen an die barocke Tradition an. Sie verbinden Architektur und Theater miteinander. Einige Restaurants bieten außerdem historische Gerichte aus der Barockzeit an.

 

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